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Herzlich Willkommen auf der Homepage
von Aladin El-Mafaalani |
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Laufende Projekte
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Wissenschaftliche Begleitung des Modellversuchs "Clearingstelle für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge"
Innerhalb weniger Monate soll die Clearingstelle für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge die Identität der Klienten klären, psychologische und pädagogische Betreuung gewährleisten und die Weitervermittlung in eine dauerhafte Anschlussbetreuung ermöglichen. Dabei spielen nicht nur sprachliche Probleme eine Rolle. Es wird erwartet in einem neuen Arbeitsfeld eigenständige Konzepte zu entwickeln, ohne dass dabei auf fundiertes Wissen oder umfangreiche Erfahrungen zurückgegriffen werden kann.
Finanzierung: AWO Dortmund
Laufzeit: 03/2011-12/2011
Projektleitung: Aladin El-Mafaalani
Wissenschaftliche Mitarbeiter: Patricia Heufers (Diplom-Pädagogin) und Stefan Wirtz (Diplom-Psychologe)
Studentische Projektmitarbeiter: Süreyya Akbasoglu, Sündüz Karaoglu (BA)
Ansprechpartner: Patricia Heufers
Publikation: El-Mafaalani, Aladin; Heufers, Patricia; Wirtz, Stefan (2011): Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Dortmund. Daten, Strukturen, Herausforderungen. Dortmund. [In Arbeit]
Wissenschaftliche Begleitung des Modellversuchs "Interkulturelle Schulsozialarbeit mit Jungen"
Unter Anleitung von männlichen Sozialpädagogen und Sozialarbeitern erlernen Schüler mit und ohne Zuwanderungshintergrund der Jahrgangsstufen 5-7 Handlungsstrategien zur Persönlichkeitsfindung, Konzepte von Rollenbildern und adäquate Verhaltensweisen in verschiedenen Kommunikationssituationen.
Dabei werden Jungen der Jahrgangsstufen 5-7 sowohl an der Hauptschule als auch am Gymnasium pädagogisch begleitet.
Finanzierung: Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien - Cornelia Schneider und Ulrike Klingsporn - Leitung der RAA Dortmund
Laufzeit: 08/2011-01/2013
Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Ahmet Toprak - FH Dortmund
Projektleitung: Aladin El-Mafaalani
Sozialpädagogischer Mitarbeiter: Mirza Demirovic
Wissenschaftliche Hilfskräfte: Gerrit Weitzel
Ansprechpartner: Aladin El-Mafaalani
Publikation: folgt
Erziehung und Bildung im Wohlfahrtsstaat
Im Land der Dichter und Denker ist das Bildungssystem in die öffentliche Diskussion geraten. Seit dem PISA-Schock werden diffuse, teilweise aufgeregte Diskussionen geführt, an deren Ende üblicherweise "mehr Geld" und "bessere Lehrer" gefordert werden. Tatsächlich lassen sich aus PISA zwei grundlegende Botschaften formulieren. Ersten schneiden deutsche Schülerinnen und Schüler insgesamt (unter-) durchschnittlich ab, wodurch die Leistungsfähigkeit des Schulwesens in Frage steht. Und zweitens mangelt es im deutschen Bildungssystem sowohl an Chancen- als auch an Leistungsgerechtigkeit, wodurch sich eine tiefgreifende Legitimitätskrise begründen lässt. Insbesondere das Defizit an Bildungsgerechtigkeit bedarf eines Diskurses, in dem die tradierte Praxis der Auslese neu hinterfragt werden muss. Die Selektionsfunktion, die jedem Bildungssystem genuin ist, scheint in der deutschen Schule überbetont und unterreflektiert zu sein. Die Selektionslogik ersetzt in weiten Teilen Förderung und wird gleichzeitig semantisch als Förderung positioniert. In allen Bereichen sind Schülerinnen und Schüler aus benachteiligten Milieus, insbesondere aus zugewanderten Familien, messbar benachteiligt, während privilegierte Gruppen im internationalen Leistungsvergleich keine messbaren Vorteile zu haben scheinen. Im föderalen Vergleich wird zudem sichtbar, dass diese Selektionsinstrumente - je nach bildungspolitischer Zielsetzung - in den Bundesländern sehr unterschiedlich gehandhabt werden, was weitere, regionale Benachteiligungen zur Folge hat.
Kurzum: Das Bildungssystem scheint nicht generell unterfinanziert und die Lehrkräfte scheinen nicht weniger qualifiziert zu sein als in anderen Ländern. Vielmehr handelt es sich um systemische Problemstellungen, die nicht allein an einer Stellschraube (Geld, skandinavische Lehrer, Gesamtschulen oder gar [Quasi-] Marktbedingungen) zu beheben sind. Bildungsgerechtigkeit muss nicht zwingend mehr kosten, es bedarf allerdings einer weitreichenden Umstrukturierung (Einheitlichkeit, andere finanzielle Schwerpunktsetzungen, Anreizstrukturen, Autonomie und Kontrolle etc.).
Moderne Bildungspolitik - und hier setzt das Projekt an - muss vor diesem Hintergrund als präventive Sozialpolitik begriffen werden.
(Bereich: Theorie des Wohlfahrtsstaats / Soziale Ungleichheit / Bildungssoziologie)
Laufzeit: dauerhaft
Ansprechpartner: Aladin El-Mafaalani
Publikation: El-Mafaalani, Aladin (2011): Bildungsungleichheit im Wohlfahrtsstaat. Statussicherung als kraftvolle Traditionslinie in der deutschen Bildungs-, Familien- und Sozialpolitik. In: Zeitschrift für Sozialpädagogik 3/2011.
El-Mafaalani, Aladin (2011): Sozialinvestition statt Kompensation. Warum der Sozialstaat nur als Bildungsrepublik zukunftsfähig bleibt. In: Gesellschaft Wirtschaft Politik 2/2011.
El-Mafaalani, Aladin (2012): Mit Schulautonomie und Schulentwicklung zu mehr Gerechtigkeit? Zur Unwahrscheinlichkeit ungleichheitssensibler Schulpraxis. In: Soeffner, Hans-Georg (Hrsg.): Transnationale Vergesellschaftung. Verhandlungen des 35. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Frankfurt am Main 2010. Wiesbaden. [Erscheint Frühjahr 2012]
Abgeschlossene Projekte
Bildungsaufsteiger aus benachteiligten Milieus
In verschiedenen Studien wurde festgestellt, dass der Bildungserfolg
stark von der sozialen Herkunft abhängt. Gleichzeitig wird im deutschen
Bildungssystem eine sinkende Durchlässigkeit nach oben konstatiert. Die
Gründe hierfür werden meist in der unzureichenden frühkindlichen
Sprachförderung und in der Struktur des Schulsystems gesehen.
Das Projekt untersucht die Hintergründe der dennoch stattfindenden
Bildungsmobilität. Wie haben es einige trotz ungünstiger Ausgangslagen
geschafft? Dafür werden narrative Interviews mit Akademikerinnen und
Akademikern aus bildungsfernen Familien (mit und ohne
Migrationshintergrund) geführt. In einer komparativen Analyse der
Lebensverläufe und Lebensphasen sowie der äußeren Rahmenbedingungen und
der persönlichen Motive sollen die wesentlichen Faktoren ausfindig
gemacht werden, die Bildungsaufstiege begünstigen, um diese ggf. durch
gezielte Fördermaßnahmen institutionell zu verstärken. (Bereich: Qualitative Bildungsforschung / Bildungssoziologie) Zur Projektskizze
Laufzeit: 10/2008-12/2011 (abgeschlossen)
Projektbetreuung: Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier und Prof. Dr. Jürgen Straub
Ansprechpartner: Aladin El-Mafaalani (Dissertationsprojekt)
Publikation: El-Mafaalani, Aladin (2012): Habitus und soziale Mobilität. Empirische Rekonstruktionen überwundener sozialer Ungleichheit. Wiesbaden. [In Arbeit]
Muslimische Jugendliche in Deutschland
Alle Kinder und Jugendlichen wachsen in den vier Lebenswelten Familie, Medienlandschaft, Peergroup und Schule auf. Diese vier Bezugspunkte stellen allerdings Jugendliche türkischer oder arabischer Herkunft vor besonders widersprüchliche Erwartungen und Handlungsoptionen.
In diesem Projekt werden diese Lebenswelten aus der Sichtweise von muslimischen Jugendlichen beschrieben. Dabei werden verschiedene Problemlagen (Fundamentalismus, Antisemitismus, Analphabetismus, Gewalt u.ä.) sowie die Beschreibung von traditionellen und jugendspezifischen Werten und Denkmustern berücksichtigt.
Von diesen Analysen ausgehend werden Implikationen für die Praxis abgeleitet.
Finanzierung: Konrad-Adenauer-Stiftung (Christine Henry-Huthmacher)
Laufzeit: 04/2010-03/2011 (abgeschlossen)
Projektleitung: Aladin El-Mafaalani und Prof. Dr. Ahmet Toprak
Ansprechpartner: Aladin El-Mafaalani
Publikation: El-Mafaalani, Aladin; Toprak, Ahmet (2011): Muslimische Kinder und Jugendliche in Deutschland. Lebenswelten, Denkmuster, Herausforderungen. Sankt Augustin/Berlin. [kostenlos erhältlich bei der Konrad-Adenauer-Stiftung]
"Interkulturelle Jungenpädagogik - Grundlagen und Methoden für die Schulsozialarbeit"
Es werden Strategien, Konzepte und Methoden vorgestellt, mit denen Jungen mit Migrationshintergrund innerhalb des Systems Schule präventiv gefördert werden können.
Auftraggeber: Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien Cornelia Schneider - RAA Dortmund
Sozialpädagogische Mitarbeiter: Zehra Capkin und Rashid Rahmouni
Laufzeit: 06/2009-07/2010
Projektleitung: Prof. Dr. Ahmet Toprak - FH Dortmund und Cornelia Schneider - RAA Dortmund
Ansprechpartner: Aladin El-Mafaalani
Publikation: El-Mafaalani, Aladin; Toprak, Ahmet (2010): Interkulturelle Jungenpädagogik. Grundlagen und Methoden für die Schulsozialarbeit. Dortmund.
Individuelle Förderung benachteiligter Jugendlicher: Konzepte, Methoden und Management in der beruflichen Bildung
Im Schulgesetz vom 27. Juni 2006 setzt das Land NRW die individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler
als zentrale Leitidee der Arbeit aller Schulen fest. Daraus ergeben sich neue Herausforderungen, insbesondere
für Berufskollegs. Die Vielzahl an Bildungsgängen mit vergleichsweise kurzer Dauer lassen hier wenig Zeit für
Diagnose und Bewertung des individuellen Lernbedarfs. Veränderte Sozialisationsbedingungen junger Menschen,
der wachsende Anteil an Lernenden mit Migrationsgeschichte und nicht zuletzt der quantitative Ausbau
vollzeitschulischer Bildungsgänge erfordern neue Konzepte für die Schulorganisation in der beruflichen
(Grund-) Bildung.
Es stellt sich die Frage, wie unter den gegebenen Rahmenbedingungen individuelle Förderung
geleistet werden kann. Dabei sei betont, dass eine individuelle Lernbegleitung an Schulen unlängst stattfindet.
Diese rekurriert jedoch weitgehend auf das Engagement einzelner Lehrkräfte. Zentrale Herausforderung – und darin
wird der Schwerpunkt liegen – ist die Synchronisation von Einzelhandlungen und damit eine Komplimentierung
des vorhandenen persönlichen Einsatzes durch unterstützende Strukturen. Es geht also um ein praxisorientiertes
Prozessmanagement-Konzept, welches eine standardisierte Organisationsstruktur bietet, innerhalb derer auf jeden Einzelfall zugeschnittene
pädagogische Maßnahmen ergriffen werden können. Dabei stehen Prozessplanung und -dokumentation sowie die Evaluation im Mittelpunkt
der Überlegungen. (Bereich: Unterrichts- und Schulentwicklung, Benachteiligtenförderung, Evaluationsstudie)
Laufzeit: 10/2007-12/2009 (abgeschlossen)
Projektleitung: Aladin El-Mafaalani
Ansprechpartner: Aladin El-Mafaalani
Publikation: El-Mafaalani, Aladin (2010): Ohne Schulabschluss und Ausbildungsplatz. Konzeptentwicklung und Prozesssteuerung in der beruflichen Benachteiligtenförderung. Marburg.
Vertrauen im Electronic Commerce - Ein Kulturvergleich
In diesem Projekt soll die besondere Bedeutung des Vertrauens in internetbasierten B2C Geschäftsbeziehungen untersucht werden.
Dabei werden durch eine komparative Analyse zahlreicher internationaler Studien kuturelle Unterschiede in der Vertrauensbildung
herausgestellt.
Es soll (1) Aufschluss über die wesentlichen Einflussfaktoren auf die Vertrauensbildung gegeben werden,
(2) untersucht werden, ob und in welchem Maße kulturelle Unterschiede die wahrgenommene Vertrauenswürdigkeit beeinflussen,
und (3) analysiert werden, inwieweit die theoretischen Ansätze u. a. von Niklas Luhmann, Anthony Giddens, Geert Hofstede und
Francis Fukuyama zur Erklärung des weltweit ungleich verbreiteten B2C E-Commerce beitragen können. Untersucht wird das Konsumentenvertrauen
in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA sowie in Japan und Südkorea. (Bereich: Kulturvergleichende Vertrauensforschung)
Laufzeit: 2006-2008 (abgeschlossen)
Ansprechpartner: Aladin El-Mafaalani
Publikation: El-Mafaalani, Aladin (2008): Globaler Handel nach lokaler Art. Kulturspezifisches Vertrauen im Online-Handel mit Endkunden. Marburg.
Frühere Projektbeteiligungen
"E-Business in der Automobilzulieferindustrie" am Lehrstuhl für Organisationssoziologie und Mitbestimmungsforschung, Prof. Dr. Ludger Pries, Ruhr-Universität Bochum (Studentische Hilfskraft, 2003-2004)
"Betriebliche Umstrukturierung in Ostdeutschland" und "Differenzierung und Diskriminierung beim Erwerbseinkommen" am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut Düsseldorf (Studentische Hilfskraft, 2004-2005)
"Umstrukturierung der Wahlbezirke für Kommunalwahlen" im Auftrag des Bürgermeisters, Dr. Ulrich Paetzel, Stadt Herten (Freier Mitareiter, 2006-2007)
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