Prof. Dr. M. Käßmann, Seminar: „Die ökumenische Bewegung“, RUB, SS 2011 (13.07.)

Vortrag zum Thema: Ökumenischer Rat der Kirchen und (deutsche) Freikirchen.

Texte zur Vorbereitung, zusammengestellt von Manfred Hauenschild, hauenmfg@rub.de.

Bitte die vollständigen Texte im Internet nachschlagen.

 

 

http://www.oikoumene.org/de/nachrichten/news-management/a/ger/

browse/5/article/1634/oerk-und-pfingstkirchen-v.html

?tx_ttnews[cat]=79&cHash=6b4de2360976d1e38317af9330e4dc30

 

Ökumenischer Rat der Kirchen

 

Eine weltweite Gemeinschaft von 349 Kirchen auf der Suche nach Einheit in gemeinsamem Zeugnis und christlichem Dienst

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ÖRK und Pfingstkirchen vertiefen ihre Gespräche

Teilnehmende der Tagung im Fokolar-Zentrum in Baar. (Foto nur im Internet)

Eine zweite Dialogrunde zwischen Mitgliedern des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) und verschiedener Pfingstkirchen hat letzte Woche in Baar in der Schweiz begonnen. Eine Gruppe von siebzehn evangelischen, orthodoxen und pfingstkirchlich orientierten Christen/innen kam zusammen, um die Arbeit fortzuführen, die die erste Gemeinsame Beratungsgruppe des ÖRK und der Pfingstkirchen in der Zeit von 2000 bis 2005 geleistet hatte.

In seiner Reflexion über die Bedeutung dieses Treffens erklärte Cecil M. Robeck Jr., Professor für Kirchengeschichte und Ökumene im Fuller Theological Seminary, der die Pfingstkirchen auch dieses Mal als Ko-Vorsitzender der Gruppe vertritt, dass "dieses Treffen uns einen sehr guten Start in unsere gemeinsame Arbeit der nächsten fünf Jahre ermöglicht hat".

Jennifer S. Leath von der Afrikanischen Methodistisch-Bischöflichen Kirche (USA), die als Ko-Vorsitzende des ÖRK in der Gruppe fungiert, gab ihrer Hoffnung Ausdruck, dass die Mitglieder der Gemeinsamen Beratungsgruppe "im gegenseitigen Verständnis wachsen und schwierigen Fragen oder Herausforderungen für die Einheit der Kirche nicht aus dem Weg gehen werden".

Nach mehreren Jahren des Dialogs mit Pfingstkirchen aus aller Welt wurde die erste Gemeinsame Beratungsgruppe des ÖRK und der Pfingstkirchen 1998 von der Vollversammlung in Harare eingesetzt. 2006 legte sie der Vollversammlung in Porto Alegre ihren Bericht vor und empfahl, die Gemeinsame Beratungsgruppe als wichtige Plattform für die Fortsetzung der Gespräche zwischen dem ÖRK und den Pfingstkirchen und die Entwicklung eines tieferen Verständnisses zwischen ihnen fortzuführen. Einige Mitglieder der ersten Gruppe wurden von ihren Kirchen in ihrer Funktion bestätigt und werden dazu beitragen, die Kontinuität der Gespräche zu gewährleisten.

 Die Zusammenkunft in Baar begann und endete jeden Tag mit Gebeten und Bibellesungen der verschiedenen Kirchentraditionen. Jeden Morgen stand intensive Bibelarbeit auf dem Programm und die Teilnehmenden sprachen über ihre persönlichen Glaubenserfahrungen und berichteten aus dem Leben ihrer Kirche. Die Gruppe nahm sich auch Zeit, noch einmal über den Dialog nachzudenken, der in den Jahren 2000 bis 2005 geführt worden war. Ferner stellte sie eine Tagesordnung für ihre zukünftige Arbeit auf.

Veli-Matti Kärkkäinen von der Finnischen Pfingstmission gab einen Überblick über den bilateralen Dialog der Pfingstkirchen mit der römisch-katholischen Kirche und dem Reformierten Weltbund sowie die Gespräche mit dem Lutherischen Weltbund. Er betonte, dass diese Arbeit das Fundament gelegt habe, "auf dem die Pfingstkirchen ihre Mitwirkung am Ringen um die Einheit der Kirche Christi fortsetzen".

Harold D. Hunter von der International Pentecostal Holiness Church leitete ein Gespräch über die "Geistesgaben in der Kirche". Unter der Leitung von Marina Kolovopoulou, Kirche von Griechenland, und Cephas Omenyo, Presbyterianische Kirche von Ghana, wurde über die "Sakramente als Gottes Gabe an die Kirche" diskutiert. Beide Themen waren von der ersten Beratungsgruppe für weitere Gespräche empfohlen worden.

Die Gruppe setzte die Fortführung des theologischen Dialogs über das Wesen der Kirche auf ihre Tagesordnung und wird 2008 mit einer Untersuchung der Kirchenmerkmale - Einheit, Heiligkeit, Katholizität und Apostolizität - beginnen. Im weiteren Verlauf ihrer Arbeit wird sie 2009 über das Wesen der Mission diskutieren.

 Die Gruppe wurde zu ihrem ersten Treffen im Fokolar-Zentrum in Baar willkommengeheißen und verbrachte einen gemeinsamen Abend mit der dort lebenden Fokolar-Gemeinschaft. Gruppenmitglieder nahmen an Gottesdiensten der reformierten, der freikirchlichen und der syrisch-orthodoxen Gemeinde teil. Das zweite Treffen der Gruppe ist auf Oktober 2008 anberaumt.

Liste der Teilnehmenden an der Tagung in Baar (auf Englisch)

 Bericht der Gemeinsamen Beratungsgruppe des ÖRK und der Pfingstkirchen 2000-2005  (nicht erreichbar!)

© 2011 Ökumenischer Rat der Kirchen    (page 1725)

 

 

 

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Pfingstkirchen

Die Pfingstbewegung schließt eine große Zahl von Denominationen, unabhängigen Kirchen und parakirchlichen Organisationen ein, die das Wirken des Heiligen Geistes im Leben gläubiger Christen betonen. Sie begann Anfang des 20. Jahrhunderts in Nordamerika, als Mitglieder der wesleyanischen Heiligungsbewegung anfingen, in Zungen zu reden, und dies als "biblischen Beweis" dafür ansahen, dass sie im Heiligen Geist getauft worden waren (Apg 1,8; 2,1-4). Diese Geisttaufe, so hieß es, verleihe den Gläubigen die Kraft zu einem "apostolischen" Leben und einem "apostolischen" Dienst, der die in 1. Kor 12,8-10 genannten Geistesgaben einschließe. Innerhalb der Bewegung gab es unterschiedliche Selbstbezeichnungen, wie "Apostolischer Glaube", "Volles Evangelium", "Spätregen" (auch "letzter Regen", latter rain), "pfingstlich". Eines der ersten und wichtigsten Zentren pfingstlicher Aktivitäten entstand im April 1906 unter der Leitung eines afroamerikanischen Pastors, William Joseph Seymour, und der Apostolic Faith Mission in der 312 Azusa Street in Los Angeles. Bereits 18 Monate später hatte die Azusa Street Mission Heerscharen von Evangelisten ausgesandt, die überall in Nordamerika unterwegs waren, und Missionare, die in Europa, dem Nahen Osten, Afrika, Asien und Mexiko tätig wurden.

Die frühesten Pfingstler hatten ihre Wurzeln in der methodistischen und wesleyanischen Heiligungsbewegung und beschrieben ihren Eintritt in die Fülle christlichen Lebens in drei Etappen: Bekehrung, Heiligung und Geisttaufe. Jede dieser Etappen wurde häufig als eigene, zeitlich abgrenzbare "Krisen"-Erfahrung verstanden. Andere Pfingstler, die aus der reformierten Tradition stammen oder von den Keswick-Lehren vom Höheren Christlichen Leben beeinflusst sind, verstanden Heiligung nicht als Moment der crisis, sondern als fortwährende Suche. Diese Debatte führte zu einer ersten großen Spaltung unter den frühen Pfingstlern. Gruppen wie die Church of God in Christ, die Church of God (Cleveland, TN), und die International Pentecostal Holiness Church vertreten nach wie vor die erstgenannte Position im Blick auf die "Heiligung". Gruppen wie die Assemblies of God und die International Church of the Foursquare Gospel hingegen vertreten letztere Position, die mit finished work (Geschlossenheit des Gnadenwerks) umschrieben wird.

Zu einer zweiten größeren Spaltung kam es in den Jahren 1907 bis 1916 über die Frage der "apostolischen" Taufformel. Die meisten Pfingstler sprachen sich für die klassische trinitarische Formel aus, andere wiederum forderten die Rückkehr zu der Formel "auf den Namen Jesu Christi", wie sie in der Apostelgeschichte überliefert ist (vgl. Apg 2,38). 1916 war eine neue Gruppe von Kirchen entstanden, die als Oneness oder Jesus Only-Kirchen bekannt wurden. Zu ihnen gehören die Pentecostal Assemblies of the World und die United Pentecostal Church. Viele dieser Gruppen sind schließlich zu einem Verständnis der Gottheit gelangt, das an ein modales Verständnis grenzt.

Alle drei Strömungen der Pfingstbewegung - "Heiligung", "finished work" und "Oneness" - gehen von der unmittelbar bevorstehenden Wiederkunft Jesu Christi aus und sind infolgedessen stark evangelistisch und missionarisch ausgerichtet. Infolgedessen ist die Pfingstbewegung heute in allen Teilen der Welt vertreten und wächst weiterhin. In Lateinamerika ist sie die zweitstärkste Gruppe nach der katholischen Kirche. In ganz Afrika ist die Zahl ihrer Anhänger rapide angestiegen, wodurch oftmals afrikanische unabhängige oder indigene Kirchen entstanden sind. In Asien ist die Pfingstbewegung in Ländern wie den Philippinen, Korea, Indien stark vertreten und auch die Mehrheit der Hauskirchen in China ist pfingstlich orientiert. Die größten Pfingstgemeinden der Welt befinden sich in Seoul und Surabaya. In der Anfangszeit der Pfingstbewegung entstanden mehrere autochthone Pfingstkirchen in Chile (1910) und anderswo in Lateinamerika, die von den nordamerikanischen Missionsbemühungen nicht direkt beeinflusst waren. Diese Kirchen stehen der ökumenischen Bewegung am offensten gegenüber. Einige von ihnen traten dem ÖRK in den 1960er Jahren bei und ein großer Teil schloss sich dem Lateinamerikanischen Rat der Kirchen nach dessen Gründung im Jahr 1982 an.

Die Mehrheit der Pfingstkirchen hat sich dafür entschieden, in keiner ökumenischen Organisation mitzuarbeiten. Dies ist zum Teil auf ihre restaurationistische Sicht der Kirchengeschichte zurückzuführen, nach der die bestehenden Kirchen durch ihre kompromittierende und sündige Lebensweise Gottes Willen nicht mehr entsprächen. Ein weiterer Grund liegt in der Ausgrenzung der Pfingstler durch viele der etablierten Kirchen, die deren Zeugnis vom Wirken Gottes in ihrem Leben ablehnend gegenüberstanden. In der Folge dominierten sektiererische Tendenzen in einem Großteil der Bewegung, die vielfach eschatologische Vorstellungen entwickelte, die sie vor ökumenischen Kontakten zurückschrecken ließen. 1947 versammelten sich alle Pfingstler mit Ausnahme der Oneness-Gruppierungen zu einer Weltpfingstkonferenz in Zürich. Viele leitende Vertreter und Vertreterinnen der Pfingstbewegung hatten damals die Hoffnung, für die Pfingstler eine Organisation schaffen zu können, die dem im Gründungsstadium befindlichen ÖRK entsprechen würde. Aufgrund des Einflusses der stark kongregationalistisch geprägten Pfingstler aus Skandinavien und Brasilien gelang dies jedoch nicht. Seither kommen leitende Persönlichkeiten der Pfingstler zu Weltkonferenzen zusammen, auf denen ein kleines Präsidium über gemeinsame Anliegen und Fragen von gegenseitigem Interesse diskutiert. 2004 nahm diese Weltkonferenz formell den Namen Welt-Pfingst-Forum (Pentecostal World Fellowship) an.

Im 20. Jahrhundert tendierten die Pfingstler zum größten Teil dazu, sich mit der evangelikalen Bewegung zu identifizieren und evangelikalen Strukturen beizutreten. In jüngerer Zeit sind in einer Reihe von Ländern und in einigen Teilen der Welt Pfingst-Foren, -Vereinigungen oder -Räte entstanden. Pfingstlich orientierte Theologen/innen haben daran gearbeitet, eine umfassende Pfingsttheologie zu entwerfen.

Der Pfingstbewegung ist es gelungen, auf die Bedürfnisse vieler Menschen einzugehen, die am Rande der Gesellschaft und der Kirche stehen, und Menschen in eine persönliche Beziehung mit Gott durch Jesus Christus in der Kraft des Heiligen Geistes zu bringen. Sie ermutigt ihre Mitglieder, ihr persönliches Glaubenszeugnis mit anderen zu teilen, Heiligung in ihrem Leben anzustreben, gute Werke als integralen Bestandteil eines "geisterfüllten" Lebens zu praktizieren, offen für das uneingeschränkte Wirken des Heiligen Geistes durch Charismen, Zeichen und Wunder zu sein und die Arbeit der Kirche durch regelmäßige Zahlung des Zehnten zu unterstützen. In den letzten Jahren sind einige der klassischen Pfingstkirchen dazu übergegangen, der Zungenrede als Beweis für die Taufe im Geist weniger Bedeutung beizumessen, obwohl sie sie nach wie vor als authentische Geistesgabe ansehen. Einige Pfingstkirchen predigen mittlerweile die so genannte "Wohlstandstheologie", der zufolge Gott sowohl das geistliche als auch das körperliche (und damit auch das materielle) Wohl des Volkes Gottes will. Kirchen wie die Universal Church of the Kingdom of God und die Pentecostal Church God is Love, die in den 1980er Jahren in Brasilien entstanden sind, sind allerdings aufgrund ihrer starken Betonung dieser Lehre sogar bei anderen Pfingstkirchen umstritten.

Die Entstehung der National Association of Evangelicals in den USA und der World Evangelical Fellowship (jetzt World Evangelical Alliance, Weltweite Evangelische Allianz) in den 1940er Jahren, das Glaubenszeugnis der lateinamerikanischen Pfingstkirchen, die dem ÖRK beigetreten sind, und insbesondere die Pionierarbeit des Pfingstlers David du Plessis haben dazu geführt, dass die Pfingstbewegung sich in begrenztem Maße für ökumenische Kontakte geöffnet hat. Seit 1972 stehen die Pfingstler im Dialog mit dem Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen der römisch-katholischen Kirche. Seit 1993 sind sie auf der jährlichen Konferenz der Sekretäre und Sekretärinnen der weltweiten christlichen Gemeinschaften vertreten. 1995 begann der internationale Dialog zwischen den Pfingstkirchen und dem Reformierten Weltbund, und im Rahmen der 1998 von der ÖRK-Vollversammlung in Harare gebilligten Gemeinsamen Beratungsgruppe findet ein Dialog zwischen den Pfingstkirchen und dem Rat statt. Des Weiteren traten die Pfingstkirchen 2005 in einen neuen Dialog mit Mitgliedern des Lutherischen Weltbundes ein. Gruppen, die sich der Charismatischen Erneuerung zurechnen, aber Mitglieder ihrer etablierten Kirchen bleiben, haben häufig positive Beziehungen zu den älteren klassischen Pfingstkirchen hergestellt.

Desgleichen stehen Kirchen der so genannten "Dritten Welle" (vor allem charismatische Gruppen wie Vineyard) und viele "neuapostolische" Gruppen in Beziehung zur klassischen Pfingstbewegung. Sie alle haben viele gemeinsame theologische Überzeugungen und Erfahrungen. Laut World Christian Database zählen die klassischen Pfingstkirchen 78 Millionen Mitglieder, die Charismatiker 192 Millionen und die Neocharismatiker 318 Millionen.

Websites

www.pctii.orgwww.sps-usa.orgwww.cepla.org

ÖRK-Mitgliedskirchen in dieser Familie

Kirche Gottes

Christlich-Biblische Kirche

Evangelische Pfingstkirchliche Mission von Angola

Kirche der Freien Pfingstmissionen von Chile

Internationale Evangelische Kirche

Pfingstkirche von Chile

Pfingstkirchliche Mission

Mitglieder

Welt-Pfingst-Forum

Letzte Aktualisierung: 1.1.2006

 

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Gemeinsame Beratungsgruppe des ÖRK und der Pfingstkirchen 2000 - 2005

Dokument-Datum: 14.02.2006

Gemeinsame Beratungsgruppe des ÖRK und der Pfingstkirchen 2000 - 2005

Auszüge aus dem Bericht an die Neunte Vollversammlung

Die Gemeinsame Beratungsgruppe wurde auf der Grundlage einer Entscheidung der ÖRK-Vollversammlung in Harare eingerichtet und traf erstmals vom 19. bis 23. Juni 2000 in der Abtei Hautecombe (Frankreich) zusammen. Bei diesem Treffen gab sie sich die folgenden Aufgaben:

"Im Vertrauen auf die Führung des Heiligen Geistes und auf Einladung der Achten Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen sind wir zusammengetreten. Aus unserer Sicht hat die Beratungsgruppe die folgende Aufgabenstellung:

- nach Möglichkeiten für ein besseres gegenseitiges Verständnis zu suchen,
- neue Chancen zu erkennen, wie wir voneinander lernen und gemeinsam handeln können,
- uns darüber auszutauschen, wie wir das christliche Zeugnis erleben,
- die Herausforderungen zu diskutieren, vor denen wir stehen, in der Hoffnung, sie aus dem Weg zu räumen,
- die neuen Erkenntnisse, die sich uns erschließen, an unsere jeweiligen Kirchen weiterzugeben
- und so unser gemeinsames Leben im Heiligen Geist zu bekennen:

Singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen und sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus' (Epheser 5,19-20)."

In der Folge fanden jährliche Treffen statt, und zwar in Quito (Ecuador, 2001), Seoul (Korea, 2002), Cleveland, TN (USA, 2003), Johannesburg (Südafrika, 2004) und Kairo (Ägypten, 2005).

Bei ihren letzten Tagungen erarbeitete und beschloss die Beratungsgruppe zwei Texte, die eine Reihe gemeinsamer Tendenzen, die in den Dialogen festgestellt wurden, sowie wichtige noch bestehende Herausforderungen zusammenfassen, und sie formulierte Empfehlungen an die Vollversammlung in Porto Alegre. Diese drei Texte lauten wie folgt:

"Unser gemeinsamer Glaube

Seit dem Jahr 2000 vereint die Gemeinsame Beratungsgruppe auf der Grundlage des von der ÖRK-Vollversammlung in Harare 1998 erteilten Mandats Vertreterinnen und Vertreter einer Bandbreite von ÖRK-Mitgliedskirchen sowie Pfingstkirchen weltweit. Als wir, die Mitglieder der Beratungsgruppe, in Hautecombe (Frankreich) erstmals zusammentrafen, hatten wir Ängste, Vorurteile und Befürchtungen, aber auch Zuversicht und Hoffnung im Gepäck. Unser gemeinsames Beten, Hören auf die Verkündigung des Wortes Gottes, unsere gemeinsamen Bibelarbeiten und unser Dialog haben uns echte Gemeinschaft miteinander erfahren lassen.

Die Zeit, die wir im Gebet und im Hören auf die Bibel verbrachten, sowie das Zeugnis der Teilnehmenden davon, wie Gott in unserem Leben wirkte und wirkt, haben uns deutlich gemacht, dass uns alle eine tiefe, persönliche Bindung an Gott eint, und bei jeder und jedem Einzelnen wurde der tiefe Wunsch erkennbar, dem Willen Gottes entsprechend zu handeln. Wir hatten die Chance, uns mit zahlreichen stereotypen Vorstellungen auseinanderzusetzen, die zu Spaltungen, Missverständnissen und Fehlurteilen beigetragen haben. Wir haben viele falsche Vorstellungen, die wir voneinander hatten, zurechtgerückt und viele unserer Befürchtungen als grundlos beiseite gelegt.

Wir sind zu der Erkenntnis gelangt, dass wir viel mehr gemeinsam haben, als uns am Anfang unserer Arbeit bewusst war. Wir alle sind der Überzeugung, dass es nur eine Kirche gibt. Sie ist nicht unsere Kirche, sondern die Kirche unseres Herrn Jesus Christus. Er ist es, der uns zusammenruft und uns beruft, Leib Christi zu sein, und er ist es, dem unsere Liebe, Hingabe und Treue gilt. Wir erkennen ihn als Haupt der Kirche an. Darüber hinaus haben wir, da wir uns im gemeinsamen Gebet und in der gemeinsamen Arbeit gegenseitig angenommen haben (Eph 4,2-3), erkannt, dass wir alle Christinnen und Christen sind. Wir haben Jesus Christus als unseren Herrn und Erlöser nach der Schrift bekannt und bemühen uns, ihm nachzufolgen. Wir haben den Heiligen Geist, den lebensspendenden und lebenserhaltenden, angerufen und um seine Begleitung auf dem Weg gebeten. Wir haben zudem das Licht Christi einer in dem anderen erkannt und sind, wie der Apostel Paulus sagt, "einer des andern Glied" (Röm 12,5).

Jedes Mal, wenn wir zusammentrafen, beteten wir miteinander. In unseren Gebeten erkennen wir die Gegenwart des Heiligen Geistes und wir beten zu Gott dem Vater, Sohn und Heiligen Geist, der unsere Gebete hört. Wir haben es uns auch zur Gewohnheit gemacht, gemeinsam die Bibel zu lesen und zu bedenken. Die Heilige Schrift hat für uns eine Autorität für das gesamte Leben der Kirche und ihrer Mitglieder, wie es keine andere gibt. Die Worte der Schrift, die der Heilige Geist in unseren Herzen inspiriert, lehren, hinterfragen, stärken, ermutigen und trösten uns. Zwar stimmen wir nicht immer überein, was Formen und Methoden die Bibel zu lesen und auszulegen betrifft, doch wächst unsere Wertschätzung für die vielfältigen Verständnisweisen der Schrift. Wir stimmen noch nicht überein, was die Bedeutung aller biblischen Texte angeht, aber sind zu der Erkenntnis gelangt, dass diese vom Heiligen Geist inspirierten Texte eine reichere Bedeutung in sich tragen, als wir ursprünglich annahmen. In all unserer Arbeit mit der Bibel haben wir voneinander lernen können.

In der Zeit, die wir miteinander verbracht haben, haben uns der Reichtum und die Vielfalt berührt, die wir mitbrachten. Wir kommen von vielen Orten, wir haben eine je unterschiedliche Geschichte, wir kommen aus vielen Konfessionen mit unterschiedlichen Erwartungen, wir haben unterschiedliche Hautfarben und gehören zu vielen verschiedenen ethnischen Gruppen, wir kommen zusammen als ältere und jüngere Männer und Frauen. So haben wir die Gaben schätzen gelernt, die jede und jeder Einzelne in den Dialog einbringt. Wir haben tiefer erkannt, welche Vielfalt die Kirche Jesu Christi erfüllt. Uns ist bewusst geworden, dass jeder und jedem Raum gegeben werden muss, dem ganzen Leib die Gaben zugänglich zu machen, die er oder sie von Gott erhalten hat (1 Kor 12ff.). Unsere gemeinsame Arbeit war geprägt von diesem Austausch, und der Bericht über unsere Treffen wurde auf die eine oder andere Art von uns allen mitgestaltet. Wir glauben, dass wir vor Gott alle den gleichen Wert haben, ungeachtet unserer Unterschiede und unserer Vielfalt. Wir sind uns bewusst, dass die verschiedenen Gaben, die wir einbringen, wichtig sind, sie aber an Wert noch gewinnen, wenn wir erkennen, dass sie zusammen als Ganzes zu dem einen Leib Christi beitragen.

Wir alle stimmen darin überein, dass wir beauftragt sind, der Welt die Güte Gottes und die gute Nachricht des Evangeliums zu verkündigen. Gottes Handeln in Leben, Tod und Auferstehung seines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, hat uns neues Leben in Christus geschenkt, und wir haben so auf neue Weise Zugang zur Gegenwart Gottes erlangt. Wir sind gestärkt und bevollmächtigt worden zu dem Leben und Wirken, das Gott uns so großzügig schenkt, und haben Hoffnung für die Zukunft empfangen. Es kann ein Schwerpunkt gesetzt werden bei der Verkündigung dieser Botschaft der Erlösung und Hoffnung in Christus durch das persönliche Wort. Ein anderer Schwerpunkt ist die Demonstration der Wirklichkeit dieser Botschaft durch das Zeugnis von Zeichen und Wundern. Wiederum andere Schwerpunkte sind die konsequent gelebte Verkündigung oder aber der tätige Dienst in der Welt im Namen Jesu Christi. Die meisten von uns würden mehr als einen solchen Schwerpunkt für sich akzeptieren. Wir haben erkannt, dass alle diese unterschiedlichen Methoden im Beispiel Jesu Christi wurzeln, dass wir unsere Praxis jedoch immer am Wirken Christi prüfen müssen. Daher ist uns klar, dass wir uns der verschiedenen Weisen, wie das Evangelium verkündigt wird, bewusst werden und um des Dialogs willen eine Diskussionsmethode entwickeln müssen, die darauf ausgerichtet ist, Wissen zu sammeln anstatt einander zu kritisieren.

In unseren Gesprächen wurde uns deutlich, dass die Spaltungen, die gegenwärtig innerhalb der christlichen Gemeinschaft bestehen, das Wirken und Zeugnis der Kirche in der Welt behindern. Diese Spaltungen verwirren diejenigen, die vom Evangelium Hoffnung erwarten. Wir glauben, dass viele Christinnen und Christen, uns selbst eingeschlossen, der gemeinsamen Berufung, Schwestern und Brüder in Christus zu sein, die einander lieben, sich einander unterordnen und denen der Aufbau des gesamten Leibes Christi am Herzen liegt, nicht gerecht werden. Die zentrale Botschaft des Evangeliums ist, dass durch Jesus Christus alle geheilt und mit Gott und miteinander versöhnt werden sollen. Wir sind uns unserer eigenen Schuld, dieser Botschaft nicht voll und ganz gehorcht zu haben, bewusst.

Die Frage der Unterscheidung der Geister stellte sich in unseren Diskussionen mehrfach. Wie können wir wissen, ob der Geist in uns und unseren Gemeinschaften am Werk ist, oder ob es nicht vielmehr menschliche Interessen sind, von denen wir behaupten, es sei der Geist, der wirke? Wie können wir wissen, wo die Grenzen unseres Glaubens und Handelns gezogen werden sollten? Wir stimmten darin überein, dass diese Fragen wichtig sind, dass es aber sehr schwierig ist, sie zu beantworten. Wir konnten uns bisher nicht auf ein gemeinsames Verständnis im Blick auf Kriterien einigen, mit deren Hilfe eine Unterscheidung möglich wäre und Grenzen gesetzt werden könnten. Und wir haben nicht immer klar sagen können, wer die Autorität hierzu hat. Wir sind uns bewusst, dass Christus uns lehrt, einander nicht zu richten (Mt 6), gleichzeitig fordert uns die Schrift aber auf, die Geister zu unterscheiden, die Früchte unseres Tuns zu prüfen und innerhalb der christlichen Gemeinschaft Zucht zu üben. Im Hören aufeinander ist uns deutlich geworden, dass diese Fragen von zentraler Bedeutung sind für unseren Dialog, und dass es notwendig ist, uns weiter mit ihnen auseinanderzusetzen."

Fortbestehende Herausforderungen

Im Verlauf unserer gemeinsamen Zeit haben wir die verschiedenen Lehren unserer jeweiligen Kirchen diskutiert und erörtert, wie wir einander gegenseitig wahrnehmen. Obwohl wir in den vergangenen sechs Jahren regelmäßig tagten, hat die Gruppe die vielen Unterschiede und Anfragen, die bei unserem ersten Treffen gesammelt wurden, lediglich ansprechen können. Deutlich wurde überdies, dass innerhalb beider Gruppen - dem ÖRK und den Pfingstkirchen - erhebliche Unterschiede bestehen. Die Vertreter und Vertreterinnen von Mitgliedskirchen des Ökumenischen Rates der Kirchen vertraten unterschiedliche Auffassungen zu bestimmten theologischen Lehren, ähnlich stellte sich die Situation unter den Vertreterinnen und Vertretern der Pfingstkirchen dar. Dies bereicherte unsere Diskussionen und komplizierte die Abläufe unserer Tagungen.

Im Folgenden seien einige der Bereiche aufgelistet, die von der Beratungsgruppe in Zukunft weiter zu vertiefen sein werden: 

  1. Nach wie vor fehlt es in manchen Bereichen am Verständnis füreinander, diese müssen eingehender behandelt werden. Noch wichtiger ist jedoch vielleicht, was wir voneinander gelernt haben, an unsere jeweiligen Glaubensgemeinschaften weiterzugeben.
  2. Es wurden erste Diskussionen über die Frage der Mission und Evangelisation geführt. Die Bedeutung des Dialogs zwischen den Kirchen im Blick auf Evangelisation, auf die Achtung der jeweils anderen Kirchen sowie auf den Proselytismus kann nicht hoch genug gewertet werden. Die Beratungsgruppe ist entschlossen, sich den Spannungen zu stellen, die zwischen uns bestehen, und nach Möglichkeiten zu suchen, wie wir in der Mission zusammenarbeiten könnten.
  3. Die Gaben des Heiligen Geistes (charismata) sind für viele Mitglieder der Gruppe von Interesse. Was sind sie? Wie werden sie definiert? Wie manifestieren sie sich? Wie erkennen wir sie?
  4. Die Sakramente erwiesen sich ebenfalls als Bereich, der der weiteren Diskussion bedarf. Die Kirchen messen den Sakramenten in unterschiedlicher Weise Bedeutung bei. Welche Rolle haben die Sakramente im Leben der Kirche?
  5. Obwohl die Gruppe viel Zeit für das Studium der Bibel aufwandte, ist weitere Arbeit nötig im Blick auf die verschiedenen Weisen, die Schrift auszulegen und zu verstehen.
  6. Spiritualität war während der gesamten sechs Jahre unserer Zusammenarbeit ein zentrales Thema. Wir setzten uns mit den vielfältigen Ansätzen auseinander, das Wirken des Geistes zu erkennen. Wie erkennen wir das Wirken des Geistes? Welche Kriterien haben unsere jeweiligen Kirchen im Blick auf die Erkenntnis des Wirkens des Heiligen Geistes entwickelt?
  7. Und schließlich ergab sich bei unseren Gesprächen die generelle Frage, inwieweit sich die Mitgliedskirchen des Ökumenischen Rates der Kirchen und die Pfingstkirchen gegenseitig als "Kirchen" sehen. In unseren Diskussionen über die christliche Einheit fragten wir: Was ist das Wesen der Kirche? Wer sind die Glieder der Kirche? Was ist Kirche, was ist nicht Kirche? Was oder wer hat die letztgültige Autorität in der Kirche? Anhand welcher Kriterien erkennt eine einzelne Kirche eine andere als Kirche an? 

Unsere Gruppe legt diese Fragen denjenigen vor, die die Aufgabe haben werden, dieses Gespräch fortzusetzen. Die Gemeinsame Beratungsgruppe betrachtet sie als die Aspekte, die dem Dialog zwischen dem Ökumenischen Rat der Kirchen und den Pfingstkirchen zukünftig die Richtung weisen werden.

Empfehlungen an die Neunte Vollversammlung

1. Wir empfehlen, die Gemeinsame Beratungsgruppe fortzuführen, mit der Zielsetzung, durch fortlaufende theologische Gespräche und Studien (mit den Schwerpunkten Wesen der Kirche, Mission, Verständnis der Geistesgaben, Sakramente und das Wesen der Heiligen Schrift sowie anderen Schwerpunkten, soweit sie aus den Gesprächen erwachsen) Beziehungen aufzubauen, in der Hoffnung, dass wir uns vertieft mit unserer jeweiligen Theologie auseinander setzen und in unseren jeweiligen Gemeinschaften ein gestärktes Bewusstsein schaffen.

Die Gemeinsame Beratungsgruppe sollte bei ihrer Arbeit auch auf die Kommissionen des ÖRK (etwa Glauben und Kirchenverfassung oder die Kommission für Weltmission und Evangelisation) und andere Programmbereiche soweit möglich eingehen und mit ihnen zusammenarbeiten.

2. Wir empfehlen die Ausweitung dieser Dialogform in folgender Hinsicht:

a. Auf der Ebene regionaler, subregionaler und nationaler Kirchenräte, deren Aufgabenstellung der Gemeinsamen Beratungsgruppe ähneln könnte im Blick auf den Aufbau von Beziehungen durch Bewusstseinsbildung und theologische Gespräche. Auf allen Ebenen könnte der Dialog die Mitarbeit der jeweiligen ökumenischen Gremien (d.h. der Regionalen ökumenischen Organisationen) nutzen. Der ÖRK sollte die Initiative im Blick auf solche Dialoge ergreifen, die betreffenden Kirchenräte ansprechen und zu Dialog und Zusammenarbeit ermutigen sowie die Namen der Mitglieder der Beratungsgruppe aus der Region weitergeben, die bereit wären, mit ihren Erfahrungen Hilfestellung zu leisten.

b) Mit Hilfe von Initiativen einzelner Mitglieder der Beratungsgruppe, vorzugsweise auf dem Weg über deren eigene kirchliche Anbindung.

c) Über laufende Dialoge mit den Weltweiten christlichen Gemeinschaften (z.B. bilaterale theologische Konsultationen).

d) Durch die gemeinsame Initiative und Zusammenarbeit im Blick auf Diakonie und praktische Arbeit im Rahmen der verschiedenen christlichen Entwicklungs- und Hilfsorganisationen sowie Bibelgesellschaften. Wir sind uns bewusst, dass in manchen Regionen eine solche Arbeit bereits existiert.

e) Durch den Dialog innerhalb akademischer Institutionen: 

       i.          Konsultationen über Pfingstbewegung und Ökumene (unter Beteiligung von Wissenschaftlern/innen sowie kirchenleitenden Personen),

     ii.          Prüfung von Möglichkeiten einer Aufnahme von Kursen über die Ökumene in die Ausbildungsprogramme an pfingstkirchlichen theologischen Seminaren,

   iii.          Prüfung von Möglichkeiten einer Aufnahme von Kursen über die Pfingstbewegung in die Ausbildungsprogramme an ökumenischen und konfessionellen Einrichtungen der Mitgliedskirchen und

   iv.          Publikation von wissenschaftlichen Zeitschriften (Aufnahme der Arbeiten pfingstkirchlicher Wissenschaftler/innen in theologische Publikationen, Weiterentwicklung ökumenischer Zeitschriften seitens der Pfingstkirchen) und Einrichtung von Webseiten zur Förderung der theologischen Forschung und Bewusstseinsbildung bei allen relevanten Zielgruppen.

3. Wir empfehlen den Pfingstkirchen,

a) Dialoge untereinander (und insbesondere einen Nord-Süd-Dialog) zu fördern,

b) 9 auf der lokalen und nationalen Ebene zum Dialog mit ÖRK-Mitgliedskirchen zu ermutigen sowie

c) Pfingstkirchen, die ÖRK-Mitglieder sind, und solche, die nicht Mitglieder sind, zum Dialog zu ermutigen.

4. Wir empfehlen dem ÖRK und seinen Mitgliedskirchen,

a) als Teil ihrer Programmarbeit Konsultationen zur Pfingstbewegung und zu verwandten Themen zu planen und die Pfingstkirchen in die Planung solcher Konsultationen sowie die Teilnahme daran einzubeziehen,

b) die Beziehungen mit Pfingstkirchen auf lokaler und nationaler Ebene aufzubauen und

c) mehr Vertreterinnen und Vertretern der Pfingstkirchen die Möglichkeit zu geben, als Mitglieder in den Kommissionen und Beratungsgruppen des ÖRK mitzuarbeiten und sich verstärkt an dessen Programmarbeit zu beteiligen.

Teilnehmende der Gemeinsamen Beratungsgruppe (beide Teams)

Ko-Vorsitzende: Cecil M. Robeck Jr. (Pfingstkirchen), Bruce Robbins (ÖRK)

Für die Pfingstkirchen: Miguel Alvarez, Danielle Augustine, Sheri R. Benvenuti, Harold Hunter, Veli-Matti Kärkkäinen, Japie Jimmy LaPoorta, Young-Hoon Lee, Paulson Pulikottil, Stephen Safwali, Frederick L. Ware

Für den ÖRK: Lesley G. Anderson, José Domingos Caetano, Yo Han Lee, Cecilia Castillo Nanjarí, Bruder Grigori Dovgjallo, Katjarina Pastuchowa, Paul Goodliff, Nahed Fahim Habaschi, Yueh-wen Lu, Hector Osvaldo Petrecca, Bas Plaisier, Despina Prassas

 


1 Die Gemeinsame Beratungsgruppe steht auf der Tagesordnung des Weisungsausschusses für Grundsatzfragen, der der Vollversammlung eine Empfehlung zur Beschlussfassung vorlegen wird. Der vollständige Bericht ist beim Sekretariat des Ausschusses erhältlich oder vom ÖRK-Büro für kirchliche und ökumenische Beziehunge, PF 2100, CH-1211 Genf 2, Schwiez.

Dokumente zum Thema

© 2011 Ökumenischer Rat der Kirchen    (page 1552)

 

 

 

http://www.bfp.de/pages/kontakt.php

 

Der Bund freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) hat keine Beziehungen zum ÖRK,

aber zur Evangelischen Allianz Deutschland, zur Lausanner Bewegung und

probeweise zum ACK. (Tel. Auskunft von Herrn Huber, BFP am 27.05.2011)

 

 

http://www.baptisten.de/

 

Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland  K.d.ö.R. (BEFG)

 

Zur Ehre Gottes und zum Wohle der Menschen

Gott erfahren.
Gemeinschaft leben.
Gesellschaft gestalten.

In unseren Gemeinden finden Sie nicht auf jede Frage eine Antwort. Aber Sie finden Menschen, die in Beziehung zu Gott leben wollen. Menschen, denen Glaube und Gemeinschaft wichtig ist. Sie finden Christen, die sich für andere in der Gesellschaft engagieren.

Besuchen Sie uns in einer unserer mehr als 800 Gemeinden ...

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Lausanner_Bewegung

Die Lausanner Bewegung, so genannt nach dem Internationalen Kongress für Weltevangelisation 1974 in Lausanne, ist eine überkonfessionelle evangelikale Bewegung mit dem Ziel, Kirchen, Konfessionen, Organisationen, Netzwerke und Einzelne zu mehr Engagement bei der Evangelisation der Welt zu bewegen. Die von der Lausanner Bewegung herausgegebenen Dokumente werden als Grundkonsens der evangelikalen Bewegung angesehen.

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Weltweite_Evangelische_Allianz

Die Weltweite Evangelische Allianz (WEA; engl. World Evangelical Alliance) ist ein weltweites evangelikal ausgerichtetes Netzwerk von 128 nationalen und regionalen Evangelischen Allianzen, die jeweils aus verschiedenen reformatorischen Kirchen, Organisationen und Einzelpersonen gebildet werden, sowie verschiedenen Partnerorganisationen und internationalen christlichen Werken. Die WEA vertritt nach eigenen Angaben weltweit über 600 Millionen Menschen.[1] Die Leitung hat der Internationale Direktor, Geoff Tunnicliffe, gemeinsam mit dem Internationalen Komitee. Ständige Kommissionen für Theologie, Kommunikation, Religionsfreiheit, Mission und Hilfen in Übersee decken die Arbeit in Einzelbereichen ab. Sitz der WEA ist New York. Ziel ihrer Arbeit ist „die Zusammenarbeit und das Zeugnis evangelikaler Christen weltweit zu fördern“.[2]

Die theologische Basis der Evangelischen Allianz ist eine Interpretation der Aussagen der historischen reformatorischen Bekenntnisse.

Deutsche Evangelische Allianz

http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Evangelische_Allianz

Die Deutsche Evangelische Allianz (DEA)  (http://www.ead.de/)   ist ein Zusammenschluss evangelisch und vor allem evangelikal gesinnter Christen verschiedener Gemeinden und Gruppen. Sie bildet den deutschen Zweig der internationalen Evangelischen Allianz.

Derzeit bekennen sich in Deutschland nach eigenen Aussagen der DEA rund 1,3 Millionen Menschen zu Organisationen oder Einrichtungen, die zur Evangelischen Allianz gehören oder ihr nahestehen. Es gehören etwa 1100 örtliche Allianzkreise zur Deutschen Evangelischen Allianz[22], in denen sich Christen aus verschiedenen lokalen Gemeinden und Organisationen, aus Landes- und Freikirchen und christlichen Gruppen und Werken treffen, um gemeinsam die Ziele der Evangelischen Allianz zu fördern.

Die Deutsche Evangelische Allianz hat jährlich zwei Hauptveranstaltungen: die „Internationale Gebetswoche“ (Allianzgebetswoche) Anfang Januar, die in ca. 1100 Orten stattfindet und ca. 300.000 Besucher zählt,[23] und die seit 1886 jährlich stattfindende Bad Blankenburger „Allianzkonferenz“ Anfang August mit ca. 2500 Teilnehmern.[24]

ÖRK und WEA

http://www.oikoumene.org/de/mitgliedskirchen/kirchenfamilien/                      evangelikale-bewegung/wea.html

www.bible-only.org/.../Evangelikale_und_Oekumene.html

Weltweite Evangelische Allianz

Auf internationaler Ebene sind die evangelikalen Gemeinden, Gruppen, Organisationen und manchmal auch Einzelpersonen durch die Weltweite Evangelischen Allianz vertreten, die 1951 gegründet wurde (eine erste Evangelische Allianz war bereits 1846 gegründet worden, stellte ihre Tätigkeit aber nach dem ersten Weltkrieg ein, als sich der Fundamentalismus mehr und mehr ausbreitete). Der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA) gehören nationale und regionale evangelische Allianzen oder Gemeinschaften an, die es in 123 Ländern und auf allen Kontinenten gibt. Die WEA hat zum Ziel: „Die christliche Einheit zu fördern und evangelikalen Christinnen und Christen weltweit eine Identität, eine Stimme und eine Plattform anzubieten. Unter der Leitung des Heiligen Geistes bemüht sie sich, durch die Verkündigung des Evangeliums an alle Völker und durch christuszentrierte Veränderungen in der Gesellschaft das Reich Gottes zu verbreiten“ (WEA-Zielsetzung, gebilligt vom Internationalen Rat, Juli 2002). Sie setzt diese Zielsetzung um, indem sie: (a) einen Rahmen bietet, der im Gehorsam gegenüber dem großen Gebot und dem Missionsbefehl eine evangelikale Perspektive zu globalen Anliegen anregen und fördern, vernetzen und vermitteln kann; (b) regionale und nationale evangelikale Bewegungen aufbaut und stärkt; (c) Kommissionen einrichtet und Mittel der Mitglieder verfügbar macht, um auf die Bedürfnisse der weltweiten Kirche einzugehen; (d) zu strategischen Partnerschaften anregt, um christliches Zeugnis und diakonischen Dienst in einem jeden Land zu stärken.

 

Aus der Glaubenserklärung der WEA:

„Wir glauben an die Heilige Schrift, an ihre göttliche Inspiration, ihre Unfehlbarkeit und völlige Zuverlässigkeit und an ihre höchste Autorität in allen Fragen des Glaubens und der Lebensführung… an einen Gott, der in Ewigkeit als drei Personen existiert, Vater, Sohn und Heiliger Geist… an unseren Herrn Jesus Christus, dem Fleisch gewordenen Gott, an seine jungfräuliche Geburt, sein sündloses menschliches Leben, seine göttlichen Wundertaten, an sein stellvertretendes Sühneopfer, die Auferstehung seines Leibes, an Jesus als Mittler und an seine persönliche, sichtbare Wiederkunft in Macht und Herrlichkeit… an die Erlösung des verlorenen und sündigen Menschen durch das von unserem Herr Jesus Christus vergossene Blut, allein durch den Glauben und nicht durch Werke, und an die Erneuerung durch den Heiligen Geist… an den Heiligen Geist, der uns durch sein Innewohnen befähigt, ein heiliges Leben zu führen, Zeugnis abzulegen und dem Herrn Jesus Christus zu dienen… an die Einheit aller Gläubigen im Heiligen Geist, die Kirche, den Leib Christi… an die Auferstehung aller, der Erlösten zur Auferstehung des Lebens und der Verlorenen zur Auferstehung des Gerichts.“ 

Das höchste Leitungsorgan der WEA ist die Generalversammlung. Sie ernennt einen Internationalen Rat, in dem die geografischen Regionen, die die WEA umfasst, vertreten sind. Das WEA-Sekretariat befindet sich in einem internationalen Dienstleistungszentrum und wird von einem internationalen Koordinator/Direktor geleitet, dem ein internationales Geschäftsführungsteam zur Seite steht. Die WEA hat Kommissionen zu folgenden Themen: Mission, Theologie, Religionsfreiheit, Frauen, Jugend, Informationstechnologien.

Regionale Mitglieder der WEA sind: Vereinigung evangelikaler Christen und Christinnen in Afrika (AEA), Evangelikale Gemeinschaft Asiens (EFA), Evangelikale Vereinigung der Karibik (EAC), Europäische Evangelische Allianz (EEA), Lateinamerikanische Evangelikale Gemeinschaft (FIDE), der Nordamerikanische Rat sowie die Evangelikale Gemeinschaft des Südpazifik (EFSP).

Die Zahl der nationalen evangelikalen Allianzen, die die WEA bilden, betrug 123 im Jahr 2005; sie vertreten schätzungsweise 3 Millionen Ortsgemeinden und 380 Millionen Christen und Christinnen.

Viele Nationale Mitglieder der WEA gehören zum ÖRK,                                               nicht die EAD, die Deutsche Evangelische Allianz.

 

ACK   Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen  http://www.oekumene-ack.de/

 

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) ist das offizielle Arbeitsorgan der christlichen Konfessionen in Deutschland.

Mitglieder unter   http://www.oekumene-ack.de/Mitgliedskirchen.42.0.html

 

Aufnahme in den ACK zunächst auf Probe. Erst wenn einige lokale ACK eine

Konfession aufnehmen, erfolgt die Aufnahme in die ACK Deutschland.

Der BFP ist z.Z. in der Probephase.

 

 

Zum besseren Verständnis siehe auch Artikel zu evangelikal und charismatisch.

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Evangelikalismus

Der Evangelikalismus (vom englischen evangelicalism) ist eine theologische Richtung innerhalb des Protestantismus, die auf den deutschen Pietismus, den englischen Methodismus und die Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts zurückgeht.

Evangelikale sind der Überzeugung, dass zum Christentum eine klare persönliche Willensentscheidung (Bekehrung) und eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus gehören. Zentrales Element ist die Berufung auf die Autorität der Bibel als zentrale Grundlage christlichen Glaubens. Zum Teil wird an die Irrtumsfreiheit der Bibel geglaubt.

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Charismatische_Bewegung

 

Die charismatische Bewegung oder charismatische Erneuerung ist eine christliche, konfessionsübergreifende geistige Strömung. Der Begriff wird oft synonym für Pfingstbewegung gebraucht.

Sie ist eine geistige Bewegung, welche die besonderen Begabungen hervorhebt, die nach christlichem Verständnis Gott einem Menschen verleiht: Diese Fähigkeiten sind die so genannten Gnadengaben oder Geistesgaben (von griech. charis = Gnade). Für die christliche Lehre (Theologie), für die Lebensführung, für die Führung der Gemeinde und Praxis ist das Wissen um solche charismatischen Begabungen grundlegend. Vermutlich hat es im Verlauf der Geschichte von Kirche und Theologie oft derartige Strömungen gegeben.