Geographie und Projektmanagement

Sicherlich fragt man sich, was haben diese beiden Bereiche gemeinsam? - Die Anwort ist recht einfach, der Geograph als letzter "Spezialist für das Ganze" (=>) sollte in der Lage sein "Eine Gruppe von Fachidioten zu leiten" (Prof. Dr. Dürr) dazu gehört, dass ein Geograph auch die modernen Techniken im Bereich Projektmanagement und Moderation erlernt.

Wichtige Entwicklungen im Bereich Projektmanagement wurden aber auch in, für Geographen typische, Berufsfelder erarbeitet. So wurde z.B. durch die gtz für Programme in Entwicklungsländern das ZOPP entwickelt. ZOPP steht für Zielorientierte Projektplanung und beinhaltet den Projektkreislauf von Idee, Zielfindung, Teamfindung, Kosten- und Zeitplan, Partizipation, Monitoring und Evaluation.

Grundlagen (vor der Arbeit im allgemeinen Projektmanagement und der Projektpraxis) wurden im Bereich der Raum- und Regionalplanung, dem Wandel in der Gesellschaft und den unterschiedlichen Planungsverständissen, als Aufgabenbereiche eines Geographen, gelegt.

Der Bereich PTS, Planungstheorien und Planungssysteme führt in die verschiedenen Ansätze der unterschiedlichen Planungsverständnisse und Anwendungen ein. - So wird u.a. zwischen "Raum-Umweltplanung" und "Contingency Planning" zwischen "politischen" und "unabhängigen" Planungsprozessen unterschieden.
"Planung ist die gedankliche Vorwegnahme des Handelns und geht jeder einigermaßen rationalen Entscheidung voraus." (iLR)
"Unter Planung versteht man ein systematisches Vorgehen zur Entwicklung von Handlungszielen und -abfolgen über einen längeren Zeitraum." (Fürst, 1995).

Neben grundlegendem Planungsverständnis wurden im Bereich PTS auch die Bereiche: "Umbruch von Industrie- zur Informationsgeselschaft" mit weltweiten Trends, wirtschaftlichem, technologischem und gesellschaftlichem Wandel =>"Der flexible Mensch" behandelt. Diese Umbrüche führen zu räumlichen Wirkungen (Globalisierung, Polarisierung, Disparitäten). Zum Umgang mit diesen Umbrüchen und gesellschaftlichem Wandel gibt es Theorien der Postmoderne, Evolutorische-Ansätze oder auch Steuerungs- und systemtheoretische Ansätze. Dies führt zur Theorie von Planung und Planungssystemen mit den Bereichen Partizipation, Planungszelle, Netzwerke, Verhandlungssysteme oder Moderation. - Diese Grundlagen finden im Folgenden Anwendung in der Stadt- und Regionalplanung.
Hierfür stehen etliche Fallbeispiele, welche diskutiert wurden.

Über die "Comprehensive Matrix of Planners", dem erwähnten ZOPP oder "Functions of management in the project cycle" kamen konkrete Projektmanagement Kenntnisse zur Bewältigung der jeweiligen Aufgaben zum Einsatz.

Einem Projekt wird zu Beginn eine grundlegende Problem- und/oder Zielanalyse vorangestellt.
Diese Analyse führt zu einem Zielfindungsprozeß. Ein festes Ziel, eventuell mit Ober- und Hauptziel ist Basis eines Projektes. Die Schritte, welche notwendig sind, um das Ziel zu erreichen können festgelegt werden. Ressourcen, die benötigt werden, im Bereich Man-Power und Kapital, Anschaffungen oder zu schaffende Vorraussetzungen werden im Folgendem festgelegt. Die Durchführung des Projektes ist letzlich die Abarbeitung der festgelegten Schritte und des aufgestellten Zeitplanes. Hierbei ist selbstverständlich ein ständiges Rückfragen, eine Zielprüfung und eine Prüfung über das Erreichen der Zwischenergebnisse notwendig. Dieses ständige Monitoring lässt Fehlentwicklungen erkennen, hilft bei der Festlegung nachfolgender Schritte und ermöglicht ein Eingreifen, bevor ein Projekt aus dem Ruder läuft.
Zudem ermöglicht ein gutes Monitoring nach Abschluss der Projektes eine vereinfachte Evaluation. Diese Evaluation als Auswertung des Projektes wird bei den einzelnen Zwischenergebnissen auch durch die Projektleitung bereits vorgenommen. Die abschließende Evaluation sollte durch eine externe Person durchgeführt werden, um objektive und unverfälschte Ergebnisse zu erzielen.

Die hier aufgeführten Thematiken und die äusserst verkürzt wiedergegebene Projektpraxis dient zur Verdeutlichung der behandelten und in Praxis angewandten Inhalten des Studiums.
Eine vollständige Projektmanagement und Projektpraxis Dokumentation kann nicht Zweck dieser WebSeite sein. - Im Bereich der Linkliste werden vertiefende Hinweise genannt.