Nebenfach Umweltpsychologie

Aufgrund einer engen Verknüpfung und Ergänzung wird das Nebenfach Umweltpsychologie kurz vorgestellt.

Umweltpsychologie beschäftigt sich mit den theoretischen und empirischen Wechsel- Beziehungen zwischen der physischen Umwelt einerseits und dem menschlichen Handeln und seinem Wohlbefinden andererseits. (Prof. Guski, Vorlesung Umweltpsychologie, Ruhr Universität)

Umweltpsychologie, oder besser psychologische Methoden wurden 1966 erstmals von Geographen in den USA eingesetzt. Dabei eruierten diese mit Hilfe projektiver Verfahren die Nachwirkungen der Dürrekatastrophe (Stichwort: "dust bowl") in den USA der dreißiger Jahre bis 1941. Saarinen, welcher die Untersuchungen durchführte, erkannte erstmals subjektive Faktoren als Wirkgröße und liess diese Erkenntnisse in die Geographie einfliessen. (Hellbrück/Fischer, 1999, S.505)

Umweltpsychologie ist, wie auch Geographie, ein interdisziplinäres Fach. Viele (Rand-) Gebiete sind nicht spezifisch der Psychologie zuzuordnen. Die Ökologie (Haushalt der Natur und der Beziehung der Lebewesen zu ihrer Umwelt), Klimatologie, Meteorologie oder auch die Umwelttoxikologie, Physik elektromagnetischer Felder und Strahlen oder die Chemie von Umweltschadstoffen und der Aufnahmepfade in die Organismen sind unter anderem Felder und notwendige Grundkenntnisse zum Verständnis der Wechselbeziehungen und zur Analyse.

Teilweise überschneiden und ergänzen sich die Bereiche von Humangeographie und Umweltpsychologie, wie im Bereich räumlichen Verhaltens, der Stadtökologie oder etwa dem menschlichen Verhalten bei Naturrisiken- und gefahren. (Hellbrück/Fischer, 1999, S.32/33)

Themen der Umweltpsychologie sind unter anderem:

Die aufgezählte Bandbreite verdeutlicht, dass Umweltpsychologie sehr weit gefasst wird, so zählt unter anderem die Bewertung von Arbeitsumgebungen, bspw eines CallCenters mit zu den Bereichen der Umweltpsychologie.