Niels Werber

Grenzenlose Weiten

Literarische und philosophische Fluchtlinien deutscher Amerikabilder

1. Raum ohne Volk

Mit einem cäsarischen „divisa est“ beginnt Hegel in seinen Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte[1] den kurzen, aber ungeheuer wirkungsmächtigen Abschnitt, der Amerika gewidmet ist: „Die Welt wird in die Alte und Neue geteilt“ (S. 107). Dem divide folgt das impera auf dem Fuße: Zugrundegegangen an der eigenen „Inferiorität“, stehe die „ursprüngliche Nation“ Amerikas einer Besiedlung nicht im Wege. Sie „mußte untergehen, sowie der Geist sich ihr näherte“ (S. 108f), denn sie hatte sich den Kontinent nicht aneignen können. Der Grund für die fehlende Raumnahme der Indianer liegt für Herder in der Geographie Amerikas, das „von außen das zugangbarste Land“ sei, in seinem Inneren aber eine Gestalt aufweise, die verhindere, „eine eigene Hochkultur zu erzeugen“.[2] „Günstig ist diese Lage für uns europäische Räuber“, erläutert Herder, „ungünstig war seine innere Durchschnittenheit für die Bildung der alten Einwohner.“ Eine wirkliche „Kultur“ dieses „Erdstrichs“ konnte sich nicht ausbilden.[3] „Ein Blick auf die Landkarte“, empfiehlt Gotthard Günther, „ist in dieser Hinsicht sehr belehrend.“ Die „enormen“ Dimensionen des Kontinents seinen „seelisch nicht als landschaftliche Einheit beherrschbar. Die spirituelle Konzentration, die das untere Niltal, das Gangestal oder die wesentlich kompakteren Bereiche Westeuropas erlauben und eher begünstigen, ist in einer »Landschaft«, die sich von Key West bis an die Mündung des St. Lorenzstroms erstreckt, platterdings unmöglich.“ (S. 94f) Der „Typus und Charakter des Volkes, das der Sohn solchen Bodens ist“ (S. 106), erläutert Hegel den Zusammenhang von Geographie und Weltgeschichte, gestattet keine „kompaktere“ gesellschaftliche Organisation (S. 114). Für die Ausbildung von Hochkulturen, die für Günther ihren Charakter den engen Nischen ihrer „Mutterlandschaft“ verdanken (S. 17), ist Nordamerika „einfach [...] zu groß“ (S. 96). Günther stellt die Frage, welche „hypothetische Kultur“ überhaupt diese ungeheure „Landschaft integrieren“ könnte (S. 96). Die Eingeborenen jedenfalls nicht. „Die Indianer waren im Vergleich zu ihrem Land gar zu schwach“, stellt Hermann Graf Keyserling hundert Jahre nach Hegel fest.[4] Amerika ist für deutsche Philosophen Raum ohne Volk – und daher, so wieder Hegel, „kommt die wirksame Bevölkerung meist aus Europa her“, das Welle für Welle seinen „Überfluß“ hinüber werfe (S. 109). Was wird aus ihnen in diesem Raum ohne Grenzen?

In Hegels Augen lassen sie zunächst einmal vieles hinter sich zurück: Die „Auswandernden haben vieles abgestreift, was ihnen in der Heimat beengend sein konnte, und bringen den Schatz des europäischen Selbstgefühles und der Geschicklichkeiten mit“ in ein Land, in dem sie ihre Fähigkeiten ungehemmt entfalten können. Zumal Nordamerika verhalte sich zu Europa wie einst Hamburg zu Altona oder Nürnberg zu Fürth. Denn auch dort seien aus den – wie Hegel es ausdrückt – „versteinerten“ Verhältnissen der alten Reichsstädte „viele“ in Neugründungen geflohen, die „solchen Zwang nicht hatten“. Die deutschen Auswanderer in Ferdinand Kürnbergers Roman Der Amerikamüde von 1855 lassen die Enge der Kleinstaaterei, des Zunftwesens, der politischen Restauration und der Standesdünkel hinter sich und betreten das Reich der Freiheit, das allen gleichgeborenen Menschen Raum läßt. Was allerdings die schwäbischen Schneider, westfälischen Tapezierer, pfälzischen Schreiner oder sächsischen Buchbinder mit Gesellenstück und Meisterbrief in New York vorerst am Erfolg hindert, ist ihr pedantisches Festhalten an der deutschen Lebensführung (S. 150-159). In der gemütlichen Enge eines Gasthauses in „Kleindeutschland“, New York stimmen sie den „teutonischen Rückwärtschorus“ an (S. 159), „Ja hier war Deutschland!“ (S. 122), statt das „weltgroße Hinterland“ zu erobern (S. 152). Die aus Nürnberg oder Hamburg mitgebrachten versteinerten Verhältnisse schützen die deutschen Auswanderer vor der Weite des neuen Kontinents, verhindern aber damit auch all ihre Versuche, tatsächlich zu Kolonisten zu werden.

„Was macht den Yankee groß?“, fragt der Ratgeber der deutschen Kolonie und antwortet selbst: „Daß er keinen Moment zu fixieren, sondern jeden zu überbieten strebt. Anders der Deutsche. Er liebt das Beharren, alles, auch das Schlechteste, wird im zum Ruhepunkte. Fragen Sie sich selbst, wie sie dahin kamen, dieses kleindeutsche Kartenhaus festzuhalten? [...] Man wollte nur vorläufig zusammenbleiben, bis jeder seinen Weg gefunden hätte, aber dieses »vorläufig« wurde zur Gewohnheit.“ (S. 155)

Der Zusammenhang zwischen Raum und Zeit, Amerika und Deutschland läßt sich hier gut beobachten: solange sich die Auswanderer in „Kleindeutschland“ wie in einem Staat im Staate zusammenballen, dominiert die Zeitdimension der Kommunikation. Sitte, Tradition, Gewohnheit, Erinnerung verhindern das wirkliche Ankommen der Kolonisten in Amerika. Um in Amerika Erfolg zu haben, müssen sie die „alten ausgefahrenen Geleise“ (S. 159) verlassen und sich einem Raum aussetzen, der bei tagelangem Ritt „keine einzige Wagenspur“ aufweist (S. 420). Dieser Raum hat mit „Kulturstaaten“ im europäischen Sinn nichts zu tun. Kürnbergers Protagonist Moorfeldt merkt angesichts der unendlichen Einöden an: „Wenn das keinen Schluß auf Geisteskultur zuläßt, so giebt’s keine Logik“ (S. 420). Der Schluß ist selbstredend Hegelianisch: Geist und Kultur kann es in Amerika nicht geben. „Aber freilich“, bekennt Moorfeldt, „Geist zu sehen, war ich auch nicht ausgeritten. Und ich fand ihn auch nicht. Gott ist mein Zeuge!“ (S. 420) Und so bleibt es auch – aus deutscher Sicht. Thomas Manns Betrachtungen eines Unpolitischen von 1918 reklamieren unaufhörlich Geist und Kultur fürs Deutsche Reich; den USA bleiben Zivilisation und Kapitalismus.[5] Seine voluminöse Studie über Amerika beendet Graf Keyserling mit der Behauptung, Amerika sei das Land, in dem der Geist „mehr als irgendwo sonst in Todesgefahr“ schwebe (S. 474). Dafür habe Amerika Raum, Pragmatismus, Technik. „Amerika ist ein Rumpf, [...] dem aber der Kopf oder richtiger der Geist darin fehlt“, meint George Herman Scheffauer;[6] Amerika hat seine „Seele“ (S. 99), so können wir Keyerling sekundieren lassen, im Zuge der ausschließlich „äußeren Expansion“ verloren (S. 119). In der Weite des Raums kann eine, so Scheffauer, „wirkliche Kultur, eine bodenständige, der Rasse entsprechende und wahrhaft nationale Kultur“, die sich den Raum in „Generationen überdauernder Arbeit“ aneignet und gleichsam vergeistigt (S. 146), nicht entstehen. Von „Kulturlandschaft“, erfahren wir bereits aus Kürnbergers Roman, könne keine Rede sein: „Amerikanische Kultur entstellt das Land eher, als das sie es verschönert. Der Amerikaner ist nicht Bauer, nur Freibeuter. Er setzt seinen Fuß auf die Erde, haut, sticht, sengt und brennt in sie hinein, und verläßt sie dann wieder. Er hat kein Gemütsverhältnis zum Boden, auf dem er sitzt. Sein Haus liegt da wie ein viereckiger Kasten, der vom Möbeltransportwagen herabgefallen ist. Er blickt dich an, so kalt, so nüchtern, ohne Horizont, ohne Perspektive. [...] Oft kommt die ganze Stadt auf dem Transportwagen, und glänzend vom Hobel her, und stellt sich auf wie aus der Puppenschachtel.“ (S. 334f) Ein globalisierungsfähiges Konzept. Ein ganzes Jahrhundert später behauptet der Hegelianer Gotthard Günther noch genau dasselbe: „Die seelischen Differenzen, die in Europa den Menschen der französischen, deutschen usw. Landschaft auszeichnen, halten sich nur in der ersten Generation von Einwanderern. In der nächsten sind sie völlig ausgelöscht, als wären sie nie gewesen. [...] Im strikten Gegensatz etwa zu den landschaftlich gebundenen Gefühlen des geborenen Neapolitaners, des bretonischen Bauern, des Tirolers, des Schlesiers usw., für den die Heimat eine eng begrenzte Region voller intimster Individualität ist, lebt der moderne amerikanische Mensch nur relativ zum ganzen Kontinent“, wenn nicht zur Welt. „Der emotionelle Abstand gegenüber der Individualität der Landschaft ist die psychologische Voraussetzung des rücksichtslosen Raubbaus, der mit dem Boden, seiner Tierwelt und seinem Waldbestand getrieben wird.“ (S. 98f) Der „ganz enorme Abbau emotionaler Traditionen“ (S. 119) ermöglicht dem Amerikaner einen um „Vergangenheit“ wie „Zukunft“ unbekümmerten Zugriff auf die „Gegenwart“ (S. 279). Hier in der Neuen Welt, spekuliert Günther, entsteht die „anthropologische Voraussetzung zu einer späteren planetarischen Hochkultur“ (S. 278), die so mobil und flexibel ist, wie bereits Kürnberger sie beschreibt, und die grundsätzlich global ist, wie Keyserling deshalb annimmt, weil der Nordamerikaner wie ein Nomade, aber mit „vorgeschrittenster Technik“ überall auf der Welt aufzutreten vermag, ohne je seßhaft zu werden (S. 140). Der Amerikaner sei „wesentlich Nomade, nicht bodenständig“ (S. 106). Die ganze Welt wird ihm zum „glatten Raum“.[7] Daß er sich überall zu halten vermag, verdankt er seiner Seelenlosigkeit oder Flexibilität und seiner überlegenen Technologie. Erst das 19. Jahrhundert hat die „technischen Mittel entwickelt, die die rein physische Beherrschung eines Kulturgebiets vom Puget Sound bis zum Golf von Kalifornien möglich“ machen.[8] Im Unterschied zu Europas zahllosen Regionalkulturen machen die USA für Keyserling den Prototyp der „modernen technischen Zivilisation“ aus (S. 153), die global überlebensfähig ist: „planetarisch“, wie Gotthard Günther formuliert. Da der Amerikaner aber substantiell Nomaden ist: weil er seine Umwelt mit größter Indifferenz behandelt, verwandelt er den ganzen „Kontinent und schließlich den ganzen Planeten [in] eine indifferente Landschaft.“ (S. 187)

1855 schildert von Kürnberger, wie in den USA in kürzester Frist an beliebigem Ort Städte errichtet werden, in denen eine Straße die andere, ein Haus das andere, ein Quartier das nächste wiederholt. Alles sei „fabriksmäßig uniform“ (S. 311) – und nimmt keinerlei Rücksicht auf irgendwelche lokalen Begebenheiten. Für den durch und durch mobilen Amerikaner ist „sein Haus nur Absteigquartier“ (S. 373), das er verläßt, wenn woanders ein Geschäft zu machen ist. 1930 hält Keyserling es für eine wahrscheinliche Folge des „Nomadentums“ (S. 140) einerseits und der „Standardisierung des amerikanischen Lebens“ andererseits, daß „der gesamte Nordamerikanische Kontinent [...] so etwas wie eine einzige Stadt werde“ (S. 54). Der „Sohn der Erde“, wie er den Menschen mit Hegels Worten nennt, hat sich in Amerika ganz vom Raum gelöst und verwandelt gerade deshalb die Welt in etwas, das Günther dann „Stadtplaneten oder Planetenstadt“ nennt (S. 187), eine Welt, in der dem stereotypen Bewohner überall standardisierte „Absteigequartiere“ geboten werden. Auch Ernst Jünger beschreibt 1932 im Arbeiter die Umformung des „Erdballs“ in eine „Werkstättenlandschaft“, in der die „Unterscheidung von Stadt und Land“ seine Bedeutung verliert.[9] Jünger muß nur die zahlreichen Klischees der deutschen Amerikaliteratur ausschreiben, um Planlandschaft gegen Kulturlandschaft und Typus gegen Individuum (S. 144) setzen zu können. – Der Einwohner der uniformen Häuser und standardisierten Quartiere: der nomadische Amerikaner ist selbst ein Produkt der „Massenschablonisierung“, wie Scheffauer 1923 formuliert.[10] Der Amerikaner, der Städte und Häuser bewohnt, die für Moorfeldt „aus der Schneidemaschine herausgefallen“ sein könnten, und der auch selbst so aussieht (S. 311), ist für Keyserling ein „Mensch ohne Einzigkeit“. Keine „differenzierte Einzelseele“ (S. 358) kann auf diesem Kontinent entstehen. Amerika hat seine Kolonisten „vom Fluch des Individualismus befreit“ (S. 195). Die „Mobilisierung der Welt durch die Gestalt des Arbeiters“, von der Jünger spricht (S. 183), ist nicht viel mehr als eine Generalisierung der Yankee-Klischees Kürnbergers oder Freitags, Scheffauers oder Keyserlings. Jüngers Arbeiter wird so zum Träger von Günthers „universaler planetarischer Kultur“ (S. 118). Er ist der „Sohn solchen Bodens“,[11] jenes Bodens nämlich, der ihn mobilisiert hat und nie zur Ruhe kommen läßt.

2. Raum ohne Geschichte - Yankeesierung

Den Vereinigten Staaten widmet Goethe 1827 eine Xenie: „Amerika, du hast es besser / Als unser Kontinent, das alte, / Hast keine verfallene Schlösser / Und keine Basalte. / Dich stört nicht im Innern / Zu lebendiger Zeit / Unnützes Erinnern / Und vergeblicher Streit.“[12] Ernst Jünger zitiert das Gedicht, um die Mobilisierungsfähigkeit der USA zu plausibilisieren, der keine Tradition einen Stein in den Weg stellt.[13] Ohne „unnützes Erinnern“ hat Amerika es besser. Mit der Erinnerung verblaßt auch aller Anlaß zu vergeblichem Streit. Der europäischen Enge entflieht der Auswanderer also nicht nur räumlich, sondern auch zeitlich: durch eine Löschung überflüssigen Erinnerns. Auch für Goethe sind die USA das geschichtslose Land der Gegenwart. Der amerikanische „Pragmatismus“ setzt voraus, daß „nichts, aber auch wirklich nichts“, was bereits gedacht und erlebt worden ist, die Effizienz aktueller Problemlösungen blockiert.[14] „Die Intention des Pragmatismus ist“, so erläutert Günther seine These, „es zu ignorieren, daß der Mensch in früheren Zeiten schon gedacht hat.“ (S. 241) Er läßt sich von keinen „unnützen“ Erinnerungen stören. Dieser in Echtzeit operierende Pragmatismus ist für Günther eine unweigerliche Konsequenz des Raums. Der amerikanische Raum löst jene historische Zeitdimension auf, die für europäische Regionalkulturen typisch ist – und die europäischen Völker immer wieder, wie Hegel erläutert, in den Streit zwingt (S. 113). Kultur jedenfalls, meint Keyserling, gebe es allein im „Zusammenhang von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“. Davon aber haben „die heutigen Amerikaner keinen Begriff“ (S. 423).

Das für ein Leben in der „Gegenwart allein“ (S. 425) notwendige Vergessen erfaßt sogar die Körper der Einwanderer, die alle nationalphysiologischen Merkmale abstreifen. Der Deutsch-Amerikaner Herman George Scheffauer berichtet in seiner Tendenzschrift Wenn ich Deutscher wär![15] vom ungeheuren Tempo der kulturellen wie physiologischen Transformation: „Ich sah, wie sich die verschüchterten und scheuen Kinder jüdischer und russischer Auswanderer und die Auswanderer selbst in ein oder zwei Jahrzehnten von Leibeigenen- oder Ghetto-Typen zu selbstsicheren, stolzen, wohlgeschaffenen Amerikanern entwickeln“, deren „Leib, Antlitz und Haltung“ nurmehr „Schönheit und Vornehmheit“ ausdrücken (S. 190). Selbst ihre charakteristische „Schädelform“ werde „verändert“, formuliert Scheffauer im Stil der Eugenik (S. 190). „Die Differenzierungen der Heimat verschwanden“, meint auch Fritz Giese in seiner Studie über die Girlkultur von 1925: „Der alte Kontinent wurde über dem neuen, höheren Ideal, Amerikaner zu sein, vergessen.“[16] Graf Keyserling beschreibt das Ergebnis: „Der sogenannte Schmelztiegel bringt wirklich einen einheitlichen neuen Typus hervor [...]. Schon heute kann jeder, der Augen hat zu sehen, den typischen Nordamerikaner auf den ersten Blick von jedem anderen Menschentypus unterscheiden.“ (S. 38) Sein Aussehen ist laut Giese „lebhaft und jugendlich“ (S. 67) oder auch hübsch und athletisch, für alle hier zitierten deutschen Autoren von 1855 bis 1952 selbstredend uniform, entseelt, schablonenhaft. Der Amerikaner ist kein „Individuum“, sondern ein „Normaltyp“.[17]

Auch diese Neuprägung oder Typisierung ist ein Korrelat des Raums. Keyserling vertritt die These, daß die Zerstreuung der Kolonisten in der Weite des Kontinents zu einem Verlust ihrer „Einzigkeit“ geführt habe (S. 116). Schon Herder hat in seinen Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit daran gezweifelt, „daß die Kunst der Menschen mit stürmender Willkür einen fremden Erdteil sogleich zu einem Europa umschaffen könne“.[18] Es verhält sich umgekehrt: die Kolonisten werden enteuropäisiert. Kürnberger beschreibt, wie deutsche Siedler ihre Eigentümlichkeiten in wenigen Jahrzehnten verlieren. Sein Protagonist Moorfeldt diagnostiziert das völlige Aussterben deutscher Nationalität in Pennsylvania (S. 330). Der Deutsche werde in kürzester Zeit zum Amerikaner, er wird, so Moorfeldts neudeutsche Formulierung, „hyperyankeesiert“ (S. 413). Diese Verwandlung beschreibt im selben Jahr (1855) der an der Wall Street amerikanisierte Herr von Fink in Gustav Freytags Roman Soll und Haben.[19] „Achten Sie auf die deutschen Auswanderer. Welche Masse unnützen Krames schleppt dies Volk übers Wasser, alte Vogelbauer, zerbrochene Holzstühle, wurmstichige Wiegen und andern Plunder. Ich habe einen Kerl gekannt, der in brennender Sonnenhitze acht Tagesreisen machte, um einmal Sauerkraut zu essen.“ Nach einigem Spott über die kleindeutsche „Gemütlichkeit“ lobt Fink den neuen Typus des Amerikaners, der den Plunder der Geschichte fortgeworfen oder musealisiert hat,[20] um allein in der Gegenwart zu leben. Fink, der die Dimensionen eines Landes schätzt, durch das man lange Zeit reiten kann, ohne „an einen Grenzstein [...] zu stoßen“ (S. 83), der dem „langweiligen Leben“ im Handelshaus Schröter in die Neue Welt zu entkommen suchte, der ohne „Heimat“ dem Lauf seiner Launen und Geschäften folgt, entwirft den Amerikaner als mobilen Pragmatiker: er „wird sich nie in seine Hütte, seine Fenz, in seine Zugtiere verlieben. Was er besitzt, das hat ihm gerade nur den Wert, der sich in Dollars ausdrücken läßt.“ (S. 220) Der Amerikaner, wie Freytags Fink in beschreibt, lebt allein in der Gegenwart, kauft, was er „für den täglichen Gebrauch nötig“ hat, um es wegzuwerfen, wenn der „Tand“ seine Nützlichkeit eingebüßt hat (S. 221). Die Herren und Damen des uralten Handelshauses Schröter freilich hören dieser Schilderung mit Entsetzen zu. Amerika scheint das genaue Gegenteil von dem zu sein, was man an Deutschland liebt. Dies ist kein Wunder, denn tatsächlich ist dieses Amerika deutscher Autoren das Produkt ihrer eigenen Imagination, die völlig in den von Hegel entworfenen Bahnen verläuft. „Amerika wird hier“, so Georg Kamphausen, „zu einer gedanklichen (ideenpolitischen) Konstruktion ex negativo.“[21] Amerika werde „erfunden“ (S. 197), und zwar als das Andere Europas, vor allem aber das Andere Deutschlands. Die USA sind eine „Negation“ (S. 150).

Der von Hegel geschilderte amerikanische Vorzug der Weite, die frei macht, schlägt in ein Problem um, da sie nicht allein von obrigkeitsstaatlicher Drangsalierung und zünftischer Enge befreit, sondern von Ordnung schlechthin. Hegel konstatiert, die Bevölkerung habe sich im Raum verloren, statt sich in einem „wirklichen Staat“ zusammenzuschließen (S. 113). Den USA fehlt die für einen „festen Zusammenhalt“ notwendige Dichte, daher gebe es auch keine „wirkliche Staatsregierung“ (S. 113). Folgt man den Beschreibungen Kürnbergers, dann erfaßt diese gleichsam anarchische Zerstreuung nicht nur den unendlichen Westen, sondern auch die Städte der Ostküste. Jede „Ordnung“ eines „öffentlichen Gemeinwesens“ vermißt Moorfeld selbst in New York vollkommen.[22] Ganz offensichtlich ist in Amerika überall, mit Hegels Worten, „das Interesse der Einzelnen als solcher der letzte Zweck“,[23] weshalb die USA kein Staat sein können, sondern allenfalls eine Interessengemeinschaft zur Wahrung vom Eigentumsrechten. – Benthal, ein weiterer Deutscher in Kürnbergers New York schreibt: „Kann man von einer Bundeseinheit sprechen, wo jedes einzelne Bundesglied sich das Recht zuschreibt, die Beschlüsse des Ganzen für seinen eigenen Teil unbefolgt zu lassen?“ (S. 206) Die Freistaaten bildeten keinen „Organismus“,[24] sondern ein „Aggregat, zusammengehalten von der Einbildung, die durch die alten Traditionen noch genährt wird, aber verflüchtigt von dem Augenblick an, wo die Interessen stärker sein werden, als die Einbildung.“ (S. 207) Jeder neue Stern auf dem Banner diene der weiteren „Beförderung des Zerfalls“. Benthal fragt rhetorisch: „Welche Verwandtschaft ist zwischen den Franzosen in New York und dem Puritaner in Boston? zwischen dem Palmenlande Florida und den Eisblöcken in Maine und Vermont?“ Darauf könnten freilich die Autoren der 1920er Jahre eine Antwort geben: aus den Nachfahren der für Benthal noch so unterschiedlichen Kolonisten ist der Durchschnittsamerikaner geworden, den Scheffauer wie Keyserling in jeder Region der USA erblicken. „Es ist erstaunlich“, wundert sich Scheffauer, „ja es ist eine der merkwürdigsten Erscheinungen in der ganzen Kulturgeschichte, daß ein so verschiedenartiges und in verschiedener Weise entwickeltes Volk, eine Nation, die so aus jedem Blut, aus allen Rassen und Kulturen zusammengesetzt ist, eine so gleichartige, ja einförmige Mentalität erzeugen konnte, wie die amerikanische.“[25]

3. Das Land der Zukunft – kommt in der Weltgeschichte an

Zum Abschluß seiner kurzen Passage über die „Neue Welt“ schenkt Hegel den Kulturtheorien und Ideologien der kommenden Jahrhunderte noch die äußerst zitable Behauptung, Amerika sei „weltgeschichtlich“ das „Land der Zukunft“ und der „Sehnsucht für alle die, welche die historische Rüstkammer des alten Europas langweilt.“ (S. 114) Hegel hat mit dieser Formel Amerika aus der weltgeschichtlichen Gegenwart erst einmal herausgerechnet – das stellt Georg Kamphausen in seiner Studie über Die Erfindung Amerikas klar. Nichts, was den Historiker interessieren könnte, werde passieren, solange Nordamerika nur seinen schier „unermeßlichen Raum“ auffülle, statt Differenzen in Ordnungen zu überführen oder im Kampf auszutragen. „Was bis jetzt sich hier ereignet“, stellt Hegel fest, „ist nur der Widerhall der Alten Welt und der Ausdruck fremder Lebendigkeit, und als Land der Zukunft geht es uns überhaupt hier nichts an“ (S. 114). Die entscheidende Frage lautete nun, unter welchen Voraussetzungen „uns“ Amerika etwas anginge? Vorerst, so erläutert Kamphausen, stelle sich die Frage nicht, da die USA wesentlich „Natur“ ohne Geist und Kultur seien, das „Land der Bedürfnisse und Interessen“. Bei allem „technischen und materiellen Forschritt“ seien die USA die „ungeschichtliche Nation par excellence“. Amerika stehe für Hegel „außerhalb jeder Geschichte“ (S. 153). 

Aber wann schlägt die Stunde Amerikas? Kamphausen zeigt, daß Hegel hier eine im Kern geopolitische Antwort gibt: „Zu einer geschichtlichen Macht könne Amerika erst dann werden, wenn es keine freien Räume mehr gibt und die Menschen in beengten Verhältnissen leben. Denn die Geschichte ist abhängig von der Bevölkerungsdichte. Die Menschen müssen sich in kompakten Verhältnissen gegenüberstehen, um sich aneinander reiben zu können, erst dann entsteht Geist.“ (S. 152) Die geringe amerikanische Bevölkerungsdichte steht für Hegel erst einmal dem Kampf und also dem Geist entgegen. Vorerst müßten die Freistaaten ohne „Nachbarstaat“ auskommen, gegen den sie ein „stehendes Heer zu halten hätten“, verdeutlicht Hegel die bellizistische Pointe seiner Thesen (S. 114), deren Klartext lautet, daß Europa deshalb alleiniger Schauplatz der Weltgeschichte sei, weil allein die Staaten des eng besiedelten Abendlandes im Kampf der Ideen und Weltanschauungen gegeneinander Krieg führen müssen, weil sie nicht einfach in den Raum ausweichen können. „Die Geschichte Europas zeige [...], daß nur im Kampf, nur im Heroismus ein Wettstreit der Ideen und Weltanschauungen entstehen kann, also letztlich nur der Krieg der Vater der Gedanken ist.“[26] Die „französische Revolution“, behauptet Hegel, wäre niemals „ins Leben getreten“, wenn die unendlichen „Wälder Germaniens noch existiert hätten“ (S. 113). Amerika hat die frontier oder den trek, kann also allem inneren Streit in den Raum ausweichen, Europa aber muß kämpfen.

Benthals Analyse zentrifugaler Kräfte aus dem Jahre 1832 tritt dieses geopolitische Erbe Hegels an, wenn er schreibt: „schon die geographische Ausdehnung der Union protestiert gegen die Zusammengehörigkeit der Bundesglieder.“ (S. 207) Sobald aber das „Stille Meer erreicht“ (S. 208) sein werde und die konfligierenden Kräfte nicht mehr in den weiten Räumen verpuffen könnten, beginne, so Benthal, eine „Reihe von Bürgerkriegen“, aus denen ein starker Präsident mit umfassenden Vollmachten hervorgehen werde (S. 209). Daß ohne Kriege die USA zu keiner „wirklichen“ Staatlichkeit finden würden, war Hegels feste Überzeugung. Die USA könnten jeder „Spannung“ ausweichen, denn sie haben „unaufhörlich den Ausweg der Kolonisation in hohem Grade offen, und es strömen beständig eine Menge Menschen in die Ebenen des Mississippi. Durch dieses Mittel ist die Hauptquelle der Unzufriedenheit geschwunden, und das Fortbestehen des jetzigen [...] Zustands wird verbürgt“ – also Geschichts-, Geist- und Kulturlosigkeit, fehlende Staatlichkeit etc. „Eine Vergleichung der nordamerikanischen Freistaaten mit europäischen Ländern ist daher unmöglich, denn in Europa ist ein solcher natürlicher Abfluß der Bevölkerung, trotz aller Auswanderungen, nicht vorhanden.“ (S. 113). Erst wenn der „unermeßliche Raum“ der Freistaaten „ausgefüllt und die bürgerliche Gesellschaft in sich zurückgedrängt wäre“, könne Nordamerika mit Europa verglichen werden (S. 113f). Mit anderen Worten: Amerika wird die „Feuerprobe des Krieges zu bestehen“ haben (S. 539), wenn es Weltgeschichte schreiben will.

Aus Hegels Zusammenführung von Kultur- und Kriegsgeschichte, auf die vor einigen Jahren Friedrich Kittler aufmerksam gemacht hat,[27] wird gefolgert, die USA würden dann in die Weltgeschichte eintreten, wenn sie die innere Kolonisierung abgeschlossen haben und sich an anderen Nationen zu reiben beginnen. Im Schutz der Monroe-Doktrin und des Isolationismus bleiben die USA zunächst ein „geschlossenes System“, so Keyserling (S. 86), das überall die Grenzen seines Raums erkundet, den Pazifik erreicht, mexikanische Provinzen annektiert, Kuba nimmt, Panama von Kolumbien abtrennt und annektiert und schließlich die Philippinen erreicht. „Die Monroe Doktrin“, schreibt Scheffauer, „wird durch die Aneignung der Philippinen theoretisch aufgehoben.[28] Die USA kommen in der Weltgeschichte an. „Der Weltkrieg stellt das wichtigste Ereignis in der bisherigen Geschichte der Vereinigten Staaten dar“, schreibt Graf Keyserling, „weil Amerika als Ganzes dank der durch ihn verursachten Erschütterung zum erstenmal seiner eigenen Seele bewußt geworden ist.“ Der Krieg „brachte dem eingeborenen Amerikaner zum erstenmal sein Amerikanertum zum Bewußtsein; sie ließ ihn erkennen und fühlen, daß er eine ausschließliche Volksseele besitzt.“ (S. 87) Seele, Bewußtsein, Geist – alles, was Amerika bislang von den deutschen Autoren abgesprochen wurde, erlangt es nun im Krieg. Amerika kommt zu sich selbst erst als „Europas Feind“.[29]

Da der Amerikaner aber ein Nomade bleibt, der sich zu wechselnden landschaftlichen und kulturellen Umwelten gleichgültig verhält, bekommt sein Eintritt in die Weltgeschichte eine äußerst bedrohliche Komponente. Er sei vollkommen „anpassungsunfähig“, so Keyserling 1930, und trete daher „stets und immer als Missionar“ auf (S. 30). Der Amerikaner „kann nicht einsehen, daß »Demokratie«, wie er sie versteht, vielleicht nur eine Lebensform unter anderen ist, den Amerikanern durchaus gemäß, doch für andere Völker gänzlich unbrauchbar; seiner Meinung nach müssen seine Besonderheiten die absolut besten Eigenschaften in abstracto sein.“ Der Amerikaner, so geht es weiter in dieser Liste der Stereotypien, „beurteilt alles Nichtamerikanische instinktiv als minderwertig, wenn nicht als moralisches Greuel.“ Er paßt sich daher nirgends an, „er kann nur erobern und absorbieren.“ (S. 84) Zur „Monroedoktrin“ sieht Keyserling daher „nur eine andere Alternative: Welteroberung.“ (S. 214) Amerika habe, meint auch Scheffauer 1923, eine „Amerikanisierungs-Maschinerie“ in Gang gesetzt (S. 216), die „Ehrgeiz genug besitzt, um an die Eroberung der Welt zu gehen und der ganzen Menschheit eine oberflächliche, mechanische und materialistische Wirtschafts- und Staatsordnung aufzuzwingen.“ (S. 224)

Ein paar Monate vor dem Einmarsch der Wehrmacht in Polen führt Carl Schmitt diese Linien in einer These zusammen, die „Großraum gegen Universalismus“ setzt.[30] Die Monroedoktrin sei unter Roosevelt und Wilson zur Kernstrategie des weltweiten „modernen liberal-kapitalistischen Imperialismus“ geworden. Die USA arbeiteten an der „raummißachtenden Verwandlung der Erde in einen abstrakten Welt- und Kapitalmarkt.“ (S. 336) Es gehe um die „raum- und grenzenlose Ausdehnung liberaldemokratischer Prinzipien auf die ganze Erde und die ganze Menschheit.“ Die neue Handhabung der Monroedoktrin hebe alle „räumlichen Grenzen und Unterscheidungen auf“ (S. 337), um eine „in alles sich einmischende Welt- und Weltkriegspolitik“ zu treiben.[31] Amerika hat sich von allen Raumvorstellungen seiner Einwanderer gelöst und macht sich nun an die Aufhebung der Kulturräume und Raumordnungen der Welt. Der Amerikaner, der in Amerika nie zu einem „Sohn der Erde“ werden konnte, macht sich zum Herrn der Welt, die, wie Gotthard Günther wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg formuliert, den „transzendental restlos entleerten Spielregeln für ein [...] Zusammenleben auf diesem Planeten“ zu folgen habe (S. 278). Diese Linien einer literarisch-philosophischen Imagination Amerikas von Herder und Hegel bis Schmitt und Günther ließen sich bis in die aktuelle Globalisierungsdiskussion und die Debatte um die Ursachen und Konsequenzen der Attentate vom 11. September 2001 verlängern. In diesen ‚Gleisen’ variieren deutsche Amerikabilder noch immer ihre Klischees.



[1] Hegel, Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte. Werke Bd. 12, Frankfurt am Main 1986, Vgl. Hegels Anspielung auf Cäsar S. 133.
[2] Gotthard Günther, Die Amerikanische Apokalypse, München 2000, S. 94. Eine Gruppe Klagenfurter Wissenschaftler hat diese äußerst interessanten Texte aus den 1950er Jahren zugänglich gemacht.
[3] Johann Gottfried Herder, Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit, 2 Bde., hrsg. von Heinz Stolpe, Berlin und Weimar 1965, S. 43.
[4] Hermann Graf Keyserling, Amerika. Der Aufgang einer neuen Welt, Stuttgart, Berlin 1930, S. 32.
[5] Frankfurt am Main 2001, S. 52, 186f
[6] Das Land Gottes, S. 184.
[7] Deleuze / Guattari, Tausend Plateaus, Berlin 1997, S. 524.
[8] Günther, Amerikanische Apokalypse, S. 95.
[9] Ernst Jünger, Der Arbeiter. Herrschaft und Gestalt (1932), Stuttgart 1982, S. 222, 224.
[10] Das Land Gottes, S. 142.
[11] Hegel, Philosophie der Geschichte, S. 106.
[12] In: Johann Wolfgang Goethe, Berliner Ausgabe, Bd. 2, S. 384.
[13] Das Gedicht wird zitiert bei Ernst Jünger, Die totale Mobilmachung, S. 131 (Werke, Bd. 7). Daß die USA vorzüglich zur Totalen Mobilmachung fähig waren, wie Jünger meint, prädestiniert sie als Heimatland des Arbeiters.
[14] Gotthard Günther, Die amerikanische Apokalypse, S. 242.
[15] Leipzig 1925.
[16] München 1925, S. 67.
[17] Scheffauer, Wenn ich Deutscher wär, S. 181.
[18] Johann Gottfried Herder, Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit, 2 Bde., hrsg. von Heinz Stolpe, Berlin und Weimar 1965, S. 278f.
[19] München 1953. Er wird den auch „der Amerikaner“ genannt (S. 223).
[20] Vgl. Scheffauer, Das Land Gottes, S. 9.
[21]Die Erfindung Amerikas in der Kulturkritik der Generation von 1890, Weilerswirst 2002, S. 150.
[22] Ferdinand Kürnberger, Der Amerikamüde, Leipzig 1855, S. 573.
[23] Hegel, Grundlinien der Philosophie des Rechts, Werke. Bd. 7, Frankfurt am Main 1986, S. 399.
[24] Vom „organischen Staat“ spricht auch Hegel in den Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte (S. 114).
[25] Herman George Scheffauer, Das Land Gottes, Hannover 1923, S. 214.
[26] Kamphausen, Erfindung Amerikas, S. 153.
[27] Vgl. Friedrich Kittler, Eine Kulturgeschichte der Kulturwissenschaft, München 2000.
[28] Das Land Gottes, S. 42.
[29] Das Land Gottes, S. 48.
[30] In: Positionen und Begriffe (1940), Berlin 1994, S. 335-343.
[31] Carl Schmitt, Völkerrechtliche Großraumordnung mit Interventionsverbot für raumfremde Mächte (1941), Berlin 1991, S. 27